Sie wollen ein Produkt erklären und fragen sich, wie ein gutes Video dafür aussieht? Dann hilft Ihnen kein abstrakter Ratgeber, sondern ein Produktvideo Beispiel, das Sie sich ansehen und auf Ihren Fall übertragen können. Genau das finden Sie hier. Dazu zählen animierte Videos, Demo-Videos und klassische Erklärvideos.
Die kurze Antwort vorab: Gute Produktvideos überzeugen durch einen klaren Fokus. Sie zeigen ein Problem, eine Lösung und einen Nutzen, und das meist in 60 bis 120 Sekunden. Der Stil ist zweitrangig. Entscheidend ist, dass er zu Produkt und Zielgruppe passt.
In den folgenden sieben Produktvideos Beispielen erfahren Sie, was jedes Video richtig macht und welche Idee Sie mitnehmen können. Wir produzieren bei der Erklärvideo Agentur seit fast 20 Jahren Videos für Mittelständler und DAX-Konzerne. Die Beispiele orientieren sich daher an dem, was in der Praxis messbar funktioniert.
1. Produktvideos der Erklärvideo Agentur
Worum es im Video geht
Als erstes Produktvideo Beispiel zeigen wir, wie wir selbst arbeiten. Unsere Produktvideos folgen einer klaren Dramaturgie: Problem, Lösung, Nutzen. Der Zuschauer erkennt sich in einer Alltagssituation wieder, sieht dann das Produkt im Einsatz und erfährt, was es ihm konkret bringt.
Die Länge liegt meist bei 60 bis 120 Sekunden. Das reicht für eine Kernbotschaft, und die Zuschauer springen nicht vorher ab. Welche Geschichte erzählt wird, legen wir im Skript fest und nicht erst in der Animation.
Stil und Umsetzung
Den Stil wählen wir nach Produkt und Zielgruppe, nicht nach Vorliebe. Die Produktion läuft in festen Schritten: Strategie, Skript, Storyboard, Vertonung, Animation und Distribution. Von der Idee bis zum fertigen Video vergehen in der Regel vier bis sechs Wochen.

| Stil | Passt zu |
|---|---|
| 3D-Animation | Maschinen, Hardware, technische Produkte |
| Flat Design und Motion Graphics | Software, Dienstleistungen, abstrakte Angebote |
| Whiteboard | Prozesse, Schulungen, Erklärungen in Schritten |
| Live Action | Produkte zum Anfassen, Vertrauen und Nähe |
| Screencast | App- und Software-Demos |
Für wen sich das Format eignet
Dieses Format lohnt sich für alle, die ein erklärungsbedürftiges Produkt verkaufen und nicht davon ausgehen können, dass Interessenten Fachbegriffe kennen. Typische Fälle sind:
- B2B-Anbieter mit komplexen Produkten, etwa im Maschinenbau, in der Pharmabranche oder bei Finanzdienstleistungen
- Software-Unternehmen, die Nutzen und Bedienung in wenigen Sekunden vermitteln müssen
- Marketingteams, die ein Video für Website, Anzeigen, Social Media oder Messe brauchen
Das können Sie daraus lernen
Das Skript entscheidet über den Erfolg. Ein schönes Design rettet keine unklare Botschaft. Klären Sie deshalb vor jeder Produktion, wer das Video sieht und was diese Person danach tun soll. Pro Video gilt: eine Zielgruppe, eine Botschaft, eine Handlungsaufforderung.
Ein Produktvideo überzeugt, wenn der Zuschauer nach 90 Sekunden genau eine Sache verstanden hat.
Dazu kommt Fachwissen. Wer die Branche kennt, erklärt Technik so, dass Experten nicken und Laien folgen können. Wenn Sie sich dafür Unterstützung wünschen, sehen Sie sich unsere Produktvideos an. Danach geht es mit Beispielen von anderen Marken weiter.
2. Apple: AirPods Pro als Feature-Showcase
Worum es im Video geht
Apple zeigt in den Videos zu den AirPods Pro keine Datenblätter, sondern Funktionen. Geräuschunterdrückung und Transparenzmodus stehen im Mittelpunkt. Jede Funktion bekommt eine eigene Szene, und der Nutzen wird sofort spürbar, ohne dass jemand ihn erklären muss.
Stil und Umsetzung
Der Stil ist hochwertiges Produktdesign in Bewegung: Nahaufnahmen, ruhige Hintergründe, präzise Schnitte und sehr wenig Text. Auch der Ton gehört zur Botschaft. Wird es im Bild leise, hört der Zuschauer genau das. Kamera und Sounddesign tragen die Geschichte, nicht ein Sprecher.
Für wen sich das Format eignet
Ein Feature-Showcase funktioniert, wenn Produkt und Marke eine klare Bildsprache liefern. Das gilt besonders für:
- Elektronik und Konsumgüter mit ansprechendem Design
- Produkte mit drei bis fünf klar abgrenzbaren Kernfunktionen
- Marken, die ihr Publikum bereits kennen
Das können Sie daraus lernen
Eine Funktion pro Szene, mehr braucht das Gehirn nicht. Wer fünf Vorteile in einen Satz packt, verliert alle fünf.
Zeigen Sie, was ein Feature im Alltag verändert, statt es nur zu benennen.
Sie brauchen dafür kein Apple-Budget. Bei einem erklärungsbedürftigen Produkt kann eine 3D-Animation dieselbe Aufgabe übernehmen und sogar Innenleben zeigen, das keine Kamera erreicht.
3. Slack: Software-Produktvideo mit Alltagsszenario
Worum es im Video geht
Slack erklärt seine Software nicht über Menüs, sondern über einen ganz normalen Arbeitstag. Ein Team versinkt in Mails, verpasst Infos und sitzt in Meetings, die kein Mensch braucht. Dann kommt die Lösung ins Bild.
Der Zuschauer versteht den Nutzen, bevor er die erste Oberfläche sieht. Das Problem kennt jeder, der im Büro arbeitet. Deshalb braucht das Video keine lange Einleitung.
Stil und Umsetzung
Slack mischt kurze Screencast-Ausschnitte mit Motion Graphics und freundlichen Szenen. Die Tonalität ist locker, teils humorvoll. Die Oberfläche taucht nur so lange auf, wie es für die jeweilige Aussage nötig ist.
- Der Einstieg zeigt das Problem, nicht das Logo.
- Ein durchgehendes Szenario hält die Geschichte zusammen.
- Funktionen erscheinen dort, wo sie im Ablauf gebraucht werden.
Für wen sich das Format eignet
Das Format passt zu Software und digitalen Diensten, die man nicht anfassen kann. Besonders gut klappt es, wenn Ihr Produkt einen bekannten Schmerzpunkt löst, zum Beispiel Chaos in der Kommunikation, in der Buchhaltung oder im Projektmanagement.
Auch für B2B-Tools mit mehreren Entscheidern lohnt es sich. Ein Alltagsszenario macht den Nutzen für Fachabteilung und Geschäftsführung gleichzeitig greifbar.
Das können Sie daraus lernen
Erzählen Sie eine Situation statt zehn Funktionen. Wer das Problem seiner Zielgruppe glaubwürdig zeigt, muss die Lösung kaum noch verkaufen.
Bei Software verkauft nicht die Funktionsliste, sondern die Szene, in der sich der Zuschauer wiedererkennt.
Beginnen Sie Ihr Skript deshalb mit der Frage, welchen Moment Ihre Kunden am meisten nervt. Die Oberfläche kommt erst danach ins Bild, und zwar nur in kurzen Ausschnitten.
4. Peloton: Das Erlebnis statt nur das Gerät
Worum es im Video geht
Peloton verkauft in seinen Produktvideos kein Fitnessgerät, sondern ein Trainingserlebnis für zu Hause. Im Bild stehen Menschen, die morgens vor der Arbeit aufs Bike steigen, Live-Kurse mit Instruktoren und eine Community, die mitfährt. Das Gerät ist nur die Eintrittskarte.
Damit beantwortet das Video die Frage, die Käufer wirklich haben: Bleibe ich dran? Ein Heimtrainer, der nach drei Wochen im Wohnzimmer verstaubt, ist ein teurer Fehlkauf.
Stil und Umsetzung
Der Stil ist Live Action mit viel Tempo: Nahaufnahmen von Gesichtern, echte Wohnungen statt Studiokulissen, treibende Musik. Die Technik tritt in den Hintergrund. Drei Zutaten tragen die Wirkung:
- Echte Menschen in nachvollziehbaren Alltagssituationen
- Emotion über Rhythmus, Schnitt und Musik
- Das Gerät nur im Einsatz, nie freigestellt vor weißem Hintergrund
Für wen sich das Format eignet
Das Format passt zu Produkten, bei denen der Kaufgrund emotional ist und der Nutzen erst mit der Zeit entsteht. Auch Hardware mit Abo oder Plattform profitiert davon. Typische Fälle sind:
- Fitness, Gesundheit und Wellness
- Produkte mit Community oder Service als Mehrwert
- Marken, die Gewohnheiten verändern wollen
Das können Sie daraus lernen
Fragen Sie sich, welches Ergebnis Ihre Kunden eigentlich kaufen. Bei Peloton sind es Routine und Zugehörigkeit. Bei einer Maschine kann es Planbarkeit sein, bei einer Software Ruhe im Arbeitsalltag. Wer das benennt, hat den roten Faden für das Skript.
Kunden kaufen das Ergebnis, das ein Produkt ermöglicht, nicht das Produkt selbst.
In jedem guten Produktvideo Beispiel gilt außerdem: Emotion schließt Fakten nicht aus. Preis, Maße und Details gehören auf die Website, das Video öffnet die Tür dorthin.
5. IKEA Place: App-Demo im eigenen Zuhause
Worum es im Video geht

IKEA zeigt in den Videos zur App IKEA Place, wie sich Möbel virtuell im eigenen Wohnzimmer platzieren lassen. Die Smartphone-Kamera filmt den Raum, und das Sofa erscheint in Originalgröße im Bild. So beantwortet das Video die Frage vor jedem Möbelkauf: Passt das zu mir? Heute steckt die Funktion in der IKEA App.
Stil und Umsetzung
Hier sehen Sie eine Demo in echter Umgebung. Im Bild sind die Hand mit dem Handy, ein normales Zimmer und ein Möbelstück, das sich verschieben und drehen lässt. Niemand muss den Nutzen behaupten, die Bedienung beweist ihn.
- Echter Raum statt Studiokulisse
- Bedienung in Echtzeit, ohne Schnitte
- Kurze Einblendungen statt langer Erklärtexte
Für wen sich das Format eignet
Das Format passt, wenn Ausprobieren die größte Hürde vor dem Kauf ist. Das gilt für Möbel, Farben, Fliesen oder Brillen. Auch im B2B lohnt sich der Ansatz, etwa bei Konfiguratoren, die eine Anlage vorab in den Hallenplan setzen.
Voraussetzung ist eine App oder Web-Anwendung, die sofort ein sichtbares Ergebnis liefert. Braucht Ihr Tool zehn Schritte bis zum ersten Aha-Moment, ist ein erzählendes Video die bessere Wahl.
Das können Sie daraus lernen
Zeigen Sie die Anwendung im Einsatz und nicht die Funktionsliste aus dem App Store. Zuschauer wollen sehen, wie wenige Schritte zum Ergebnis führen.
Eine gute App-Demo beantwortet die Kaufhürde, bevor der Zuschauer sie ausspricht.
Überlegen Sie vor dem Dreh, welche Unsicherheit Ihre Kunden abhält. Dann bauen Sie die Demo so, dass genau diese Sorge im ersten Drittel verschwindet. Bei jedem Produktvideo Beispiel mit App-Bezug gilt: kurze Clips, ein klarer Ablauf und am Ende ein einziger Handlungsaufruf.
6. HOMAG: Erklärungsbedürftige B2B-Maschine
Worum es im Video geht

HOMAG baut Maschinen für die Möbel- und Holzindustrie. Die Videos des Herstellers zeigen, wie eine Anlage arbeitet und welchen Engpass sie in der Fertigung löst. Die Zuschauer sind Fachleute, die jede Behauptung prüfen.
Das Video muss deshalb Kompetenz belegen, bevor es Begeisterung weckt. Es beantwortet zwei Fragen: Was kann die Maschine genau? Und was ändert sich dadurch im Betrieb?
Stil und Umsetzung
Solche Videos kombinieren Aufnahmen aus echten Produktionshallen mit 3D-Animation. Die Kamera zeigt die Maschine im Einsatz. Die Animation öffnet das Gehäuse und macht Abläufe sichtbar, die im laufenden Betrieb verborgen bleiben.
- Reale Aufnahmen schaffen Vertrauen in die Leistung
- Animierte Schnitte erklären die Technik im Inneren
- Ein sachlicher Ton mit Zahlen statt Superlativen
Für wen sich das Format eignet
Das Format passt zu Herstellern von Maschinen und Anlagen, deren Kaufentscheidung hohe Summen und mehrere Entscheider betrifft. Auch der Vertrieb profitiert, weil er Messestand, Erstgespräch und Angebot mit demselben Video unterstützen kann.
Gerade im Maschinenbau ist das ein starkes Produktvideo Beispiel, weil das Produkt für Laien kaum zu begreifen ist und trotzdem verkauft werden muss.
Das können Sie daraus lernen
Zeigen Sie die Maschine in Aktion und erklären Sie dann den Nutzen in Zahlen: weniger Ausschuss, kürzere Rüstzeit, höherer Durchsatz. Ein Einkäufer im B2B will keine Stimmung, sondern eine Entscheidungsgrundlage.
Im B2B überzeugt ein Produktvideo, wenn es Technik verständlich macht und den Nutzen belegt.
Setzen Sie dort auf Animation, wo keine Kamera hinkommt. So bleibt das Video kurz und trotzdem präzise, und Ihr Vertrieb muss weniger erklären.
7. Todoist: Animiertes Produktvideo für Software
Worum es im Video geht
Todoist ist eine Aufgabenverwaltung, also ein Produkt ohne Form, Gewicht und Verpackung. Das animierte Video zeigt deshalb, wie aus einem Kopf voller Aufgaben ein klarer Tagesplan wird. Aufgaben, Fristen und Projekte ordnen sich vor den Augen des Zuschauers. Ein Produktvideo Beispiel wie dieses macht Abstraktes in wenigen Sekunden greifbar.
Stil und Umsetzung
Der Stil ist reduzierte 2D-Animation mit Elementen aus der Oberfläche: Häkchen, Listen, Farbmarkierungen. Alles bewegt sich ruhig und im Takt der Sprache. Weil keine Kulisse ablenkt, bleibt die Botschaft im Mittelpunkt.
- Wenige Farben und ein klar erkennbares Designsystem
- Oberfläche vereinfacht, statt 1:1 abgefilmt
- Eine Aussage pro Einstellung
Für wen sich das Format eignet
Animation passt zu Software, die sich regelmäßig verändert. Bei einem Update tauschen Sie einzelne Szenen aus, statt neu zu drehen. Außerdem zeigen Sie keine echten Kundendaten, was bei Finanz-, HR- oder Gesundheitssoftware ein klarer Vorteil ist.
Das Format eignet sich für SaaS-Anbieter, Start-ups und B2B-Tools, die Nutzen und Ablauf in 60 bis 90 Sekunden vermitteln wollen. Es funktioniert auf der Website genauso wie in Anzeigen und im Onboarding.
Das können Sie daraus lernen
Vereinfachen Sie konsequent. Zeigen Sie nicht jede Funktion, sondern den einen Ablauf, der den Nutzen beweist. Bei Todoist ist das der Weg von der Aufgabenflut zur geordneten Liste.
Ein animiertes Software-Video überzeugt, wenn es weglässt, was der Zuschauer für seine Entscheidung nicht braucht.
Planen Sie die Animation zudem modular. So lassen sich Szenen später aktualisieren, und aus einem langen Video entstehen kurze Clips für Social Media.
Was gute Produktvideos gemeinsam haben
Betrachten Sie die sieben Beispiele nebeneinander, zeigt sich ein Muster. Jedes Video hat eine Zielgruppe und eine Kernbotschaft, zeigt das Produkt im Einsatz und wählt einen Stil, der zum Produkt passt. Bei Apple und Peloton trägt die Kamera, bei IKEA die Demo, bei HOMAG die 3D-Animation und bei Todoist das reduzierte Motion Design. Kein Produktvideo Beispiel in dieser Liste erklärt alles, und genau das macht sie stark.
Für Ihr eigenes Video heißt das: Klären Sie zuerst Zielgruppe und Ziel, schreiben Sie dann das Skript und entscheiden Sie erst danach über den Stil. Wenn Sie dafür einen erfahrenen Partner suchen, entwickeln wir mit Ihnen ein kostenloses Videokonzept. Gemeinsam prüfen wir, welches der Produktvideos Beispiele am besten zu Ihrem Produkt passt, und planen den Weg bis zum fertigen Video.

