12 häufige Fehler im Video-Marketing und wie Sie sie vermeiden

Haben Sie das Gefühl, Ihre Video-Marketing-Strategie funktioniert nicht? Verbuchen Sie mit Ihrem Video kaum Konversionen? Ist die Interaktionsrate niedrig? Können Sie kein wachsendes Interesse an Ihrer Marke erkennen? ­­Oder haben Sie noch gar nicht mit Video im Marketing begonnen – und wollen es von Anfang an richtig machen? In beiden Fällen hilft Ihnen dieser Artikel weiter. Wir zeigen Ihnen die häufigsten Fehler im Video-Marketing, damit Sie sie vermeiden und endlich Erfolg mit Videos verzeichnen können.

1. Fehler im Video-Marketing – keine Strategie

Video ist cool und funktioniert – logo. Kein Wunder also, dass wir alle so schnell wie möglich ein Marketing-Video auf unseren Kanälen implementieren möchten. Dabei schießen gerade Video-Neulinge aber schnell übers Ziel hinaus, basteln mit Hilfe einer Software ein schnelles Video, laden es hoch und warten auf den magischen Erfolg, der – große Enttäuschung! – nicht eintritt.

Wie auch? Hinter dieser Aktion steckt kein Plan, und Erfolg kommt nicht von alleine. Sie ahnen es schon: Ein Video zu produzieren reicht nicht aus, um damit erfolgreich zu sein. Bevor Sie überhaupt mit der Produktion loslegen, sollten Sie sich also einen sinnvollen Plan für das Projekt Video-Marketing überlegen. Dazu gehören:

  • a) ein Ziel – was wollen Sie mit Ihrem Marketing-Video erreichen?
  • b) eine Zielgruppe – wen wollen Sie mit Ihrem Marketing-Video erreichen?
  • c) einzelne Marketing-Maßnahmen – wie wollen Sie Ihr Ziel erreichen? Mit welchen ergänzenden Marketing-Maßnahmen?

Haben Sie dazu eine gut ausgetüftelte Strategie entwickelt, werden einige der u. g. Fehler gar nicht erst auftreten.

2. Fehler – zu viel Werbung zu früh

Viele Video-Marketer machen den Fehler, in ihrem Video mit offensiven Werbebotschaften an ihre Kunden heranzutreten. Das ist aber (in den allermeisten Fällen) falsch. Die meisten Marketing-Videos sind Erklärvideos. Sie bringen potenziellen Interessenten ein Produkt nahe, von dem sie bisher noch gar nichts wussten. Das heißt: Ihre möglichen Käufer in spe möchten zunächst einmal erfahren, worum es sich bei Ihrem Produkt überhaupt handelt. Dasselbe gilt natürlich für Dienstleistungen. Vielleicht wussten Ihre Zuschauer bis zu ihrem Marketing-Video noch nicht einmal, dass es ein solches Angebot gibt und dass sie es tatsächlich gebrauchen könnten. In Marketing-Deutsch: Ihre Zuschauer stehen in der Regel erst am Anfang des Funnels oder Verkaufstrichters. Das ist definitiv nicht der richtige Zeitpunkt für Verkaufsfloskeln. Und selbst wenn Ihr Video sich auch an Menschen richtet, die ihr Angebot schon kennen, also weiter im Verkaufsfunnel gereist sind, ist subtiles Vermarkten viel gewinnbringender als derbe Sale-Slogans. Warum? Weil Video-Marketing Content-Marketing ist. Das heißt: Der Content, also hochwertiger Inhalt oder Nutzen für den Kunden, steht hier im Vordergrund. Verkauft wird später – dann aber richtig. Denn wenn Sie bei Ihrem Erklärvideo auf hochwertigen Content und dezente Marketingbotschaften setzen, kommen Ihre Kunden auf den Geschmack – und damit auf Ihre Website. Dort (und an anderer Stelle) haben Sie dann genug Raum zum forscheren Verkaufen. Und dass sich das einfacher gestaltet, wenn Ihre Besucher ohnehin schon von Ihrem Content überzeugt sind, versteht sich von selbst, oder? Sie müssen also bei Ihrer Video-Marketing-Strategie ein wenig Geduld mitbringen. Es rentiert sich …

3. Fehler im Video-Marketing – kein Call-to-Action

Zurückhaltend werben ist also gut. Trotzdem darf eins auf keinen Fall in Ihrem Marketing-Video fehlen: der Call-to-Action. Er bildet den glorreichen Abschluss Ihrer Erzählung in Bildern – denn nichts anderes ist so ein Marketing-Video. Deshalb ist es auch so wichtig, dass Sie Ihre Zuschauer mit einer konkreten Handlungsanweisung „abholen“, nachdem Sie ihnen Ihre Geschichte erzählt haben. Dafür sorgt der Call-to-Action. Ihre Zuschauer sind durch Ihr Video jetzt gut informiert, was Ihr Produkt/Ihre Dienstleistung ist und warum Sie sie brauchen. Sie wissen, was die Vorteile sind und welches Unternehmen dahintersteckt. Bestenfalls haben sie sich auch gut unterhalten gefühlt. Und nun? Brauchen sie unbedingt eine eindeutige Handlungsanweisung. Das sollte in der Regel nicht „Kaufen Sie jetzt …“ sein (s. o.), aber eventuell etwas wie „Abonnieren Sie …“, „Vereinbaren Sie …“, „Buchen Sie …“. Der Call-to-Action befindet sich am Ende jedes Marketing-Videos und fordert die Zuschauer dazu auf, einen nächsten Schritt zu tun, z. B. durch das Einholen von weiteren Informationen. Nutzen Sie dieses Tool unbedingt, denn wenn Sie niemanden zum Handeln auffordern, bleibt Ihr Marketing-Video womöglich wirklich ohne Action – sprich: ohne neue Konversionen. ­

4. Fehler – zu viele Infos

Natürlich wollen Sie in Ihrem Video so viel wie möglich über Ihr Produkt / Ihre Dienstleistung erzählen. Und natürlich gibt es auch jede Menge darüber zu erzählen. Schließlich weiß niemand besser darüber Bescheid als Sie. Dennoch: Weniger ist beim Thema Marketing-Video auf jeden Fall mehr. Stopfen Sie Ihr Video nicht mit Informationen voll, sondern wählen Sie wohlbedacht eine Handvoll Infos aus, die wirklich für den Kunden relevant sind. Sicher hat Ihr Angebot zahlreiche Vorteile. Beschränken Sie sich trotzdem auf die wichtigsten USPs. Denn ansonsten riskieren Sie, Ihr Publikum in einer Informationsflut zu ertränken, die es nicht fassen kann. Sehen Sie Ihr Marketing-Video eher als Hook oder „Köder“ für potenzielle Kunden, um auf sich aufmerksam zu machen. Alle weiteren wichtigen Infos können Sie an anderer Stelle immer noch verbreiten.

5. Fehler – zu lang

Vielgeklickte und gesehene Erklärvideos dauern normalerweise zwischen 1 und 2 Minuten. Dabei bestätigen Ausnahmen natürlich die Regel. Auch 3 oder 4 Minuten können beim richtigen Produkt funktionieren, genau wie eine umwerfende Bildstory in unter 1 Minute. Aber grundsätzlich gilt: Fassen Sie sich kurz. Schreiben Sie Ihren Voice-Over Text oder Ihr Storyboard zunächst frei von der Hand und dann kürzen Sie, was das Zeug hält! Welche Informationen brauchen Sie an dieser Stelle wirklich? Welche Szene ist vielleicht redundant? Was ist grundlegende Information und was weiterführende Information? Wenn Sie diese Fragen für sich beantwortet haben, fällt das Kürzen schon viel leichter. Ihre Zuschauer werden es Ihnen danken, denn ihre Aufmerksamkeitsspanne ist durch digitalen Konsum sehr eingeschränkt. Ein Video-Häppchen, das Lust auf mehr macht und Neugier weckt, ist also besser als eine umfassende Dokumentation – zumindest im Marketing-Kontext.

Ein Beispiel für ein gelungenes Short-Video …

6. Fehler im Video-Marketing – keine Story

Nichts ist im Video-Marketing schlimmer als Langeweile. Geben Sie Ihren Zuschauern deswegen eine Story an die Hand, die nicht nur informiert, sondern auch unterhält. Infotainment heißt das Zauberwort. Aber wie funktioniert das? Nun, mit ein paar einfachen Handgriffen:

  1. Geben Sie Ihrem Produkt / Ihrer Dienstleistung ein Gesicht. Entwickeln Sie einen oder mehrere Charaktere mit Wiedererkennungswert, die mit Ihrer Marke verbunden werden können. Eine fiktive Figur hilft Ihrem Publikum, der Geschichte zu folgen und weckt Neugier.
  2. Strukturieren Sie Ihre Geschichte nach Storytelling-Techniken. Schon im antiken Griechenland wusste man um die großartige Wirkung einer Geschichte in drei Teilen oder Akten. Nichts anderes passiert heute im Marketing. Bauen Sie Ihr Video als wie folgt auf:
    • Einleitung/Problem: Was ist das Problem, das Ihr Produkt / Ihre Dienstleistung aufgreift und nötig macht?
    • Hauptteil/Lösungsweg: Wie kann Ihr Produkt / Ihre Dienstleistung das Problem lösen?
    • Schlussteil/Verbesserung: Wie sieht es nach dieser Lösung aus? Was wäre ideal für Ihren Kunden?

Ob Ihr Storytelling funktioniert, überprüfen Sie übrigens am besten an der Verweildauer und der Interaktionsrate. Wenn Ihre Story ansprechend genug ist, werden Ihre Zuschauer das Video auch bis zum Schluss anschauen. Wenn Sie mehr als nur ansprechend ist, wird das Video geteilt, kommentiert usw. …

7. Fehler im Video-Marketing – kein eigener Stil

Zugegeben: Video-Marketing ist keine einfache Sache. Zuerst empfehlen wir Ihnen, unbedingt eine Strategie zu haben und nun sagen wir Ihnen: Übertreiben Sie es damit nicht. Denn wenn Sie zu viel Recherche betreiben und nach allen Seiten gucken, was gut funktioniert, wirkt Ihr Video eventuell wie ein Abklatsch von anderen Videos. Und das wollen Sie natürlich auf keinen Fall! Die Balance zu finden zwischen strategischer Konkurrenzanalyse und dem eigenen Stil, ist die große Kunst des Video-Marketings. Es ist natürlich nicht falsch, sich an Storytelling-Regeln zu halten und gut funktionierende Videos als Vorbilder zu nehmen. Nur sollten Sie zusätzlich noch Ihr ganz Eigenes obendrauf packen – vor allem, wenn Sie ein Video produzieren wollen, das durch die Decke geht. Denn eins haben alle diese Überflieger-Filme gemeinsam: Sie sind irgendwie einzigartig. Das Besondere kann sich in verschiedenen Bereichen zeigen – durch eine einzigartige Bildersprache oder Musik, eine außergewöhnliche Erzählweise oder Kulisse, einen unverwechselbaren Ton oder ausgefallenen Humor. Wichtig ist, dass Sie sich fragen: Wer bin ich – wer ist mein Unternehmen? Wer ist meine Zielgruppe? Und mit welchem „Look and Feel“ kann ich diese erreichen?

8. Fehler im Video-Marketing – zu kompliziert

Sie haben ein Produkt entwickelt, das in seiner Komplexität selbst Nobelpreisträger vom Hocker hauen würde? Das ist großartig! Und nun nehmen Sie dieses Großartige Etwas und machen Sie es bitteschön kleiner. Nehmen Sie es und falten Sie es so zusammen, dass es auf seinen Kern reduziert ist. Denken Sie daran: Ihr Video hat circa 2 Minuten, 2 Minuten Zeit, um jedem Otto-Normal-Verbraucher Ihr Produkt zu erklären. Nutzen Sie sie gut. Vollständigkeit ist hier nicht so wichtig wie Eindeutigkeit und Kompaktheit. Ihr Zuschauer muss Ihr Produkt nach dem Video nicht komplett verstanden haben. Aber: Er muss verstanden haben, welches Problem es lösen kann und (zumindest in Grundzügen), wie es das tut. Sie haben nichts davon, wenn die Hälfte der Zuschauer Ihr Video nach wenigen Sekunden wegklickt, weil sie dort mit komplizierten Formeln bombardiert werden. Halten Sie Ihr Marketing-Video daher so einfach wie möglich.

9. Fehler im Video-Marketing – keine Kundensicht

Viele Unternehmen machen im Video-Marketing einen großen Fehler: Sie quatschen zu viel über sich. Natürlich ist es gut und notwendig, an der einen oder anderen Stelle auf Ihr Unternehmen und seine Stärken hinzuweisen. Aber der Fokus liegt immer beim Kunden. Er ist die Hauptfigur – nicht Sie. Behalten Sie das stets im Kopf, wenn Sie an Ihrem Marketing-Video arbeiten. Denn nur wer sich angesprochen fühlt, antwortet auch – zum Beispiel durch Klicks, Abos oder Einkäufe.

12 häufige Fehler im Video-Marketing und wie Sie sie vermeiden eva-explainer-1c

Mit Erklärvideos zu mehr Kunden und Umsatz.
Stehlen Sie der Konkurrenz die Show.

Kunden informieren und begeistern: In 90 Sekunden erklären wir Ihr Angebot mit Video
Universelles Werbemittel: Einsatz auf Landingpages, in Werbekampagnen, bei Messen oder für Verkaufsgespräche
Interne Kommunikation verbessern: Für das Onboarding, die Schulung und für die Vertriebsabteilung
Unsere Videos wirken: Erhöhen Sie Reichweite, Conversion Rate und andere wichtige Metriken

10. Fehler im Video-Marketing – nicht professionell

Ja, Video-Marketing kostet – wie jedes andere Marketing – Geld. Dieses Geld investieren Sie – und bekommen es, wenn Sie erfolgreich sind, mehrfach zurück durch eine exponentiell wachsende Kundschaft. Natürlich gibt es auch No- oder Low-Budget-Lösungen für Erklärvideos. Diese sind für private oder sehr niedriggestreckte Ziele auch durchaus nützlich. Für echte Marketingaktivitäten können Sie diese Option im Grunde abhaken. Niemand nimmt eine Firma ernst, die mit einem schlecht zusammengeschusterten Video in den Markt geht. Wollen Sie also mit Ihrem Video wirklich Kunden anziehen und sich als renommierte Marke einen Namen machen, dann sollten Sie auf hochwertig und professionell produzierte Videos setzen.

11. Fehler im Video-Marketing – keine weiteren Marketing-Aktivitäten

Ein hochwertiges Marketing-Video zu erstellen, ist der erste Schritt zum Erfolg – jedoch nicht der einzige. Sie können das beste jemals produzierte Video machen und keinen einzigen Kunden dadurch generieren, wenn Sie nicht dafür sorgen, dass dieses Video auch angeschaut wird. Viele Video-Marketing-Neulinge machen jedoch den Fehler, nach der Herstellung dieses Videos erst einmal in Urlaubsmodus zu verfallen anstatt sich darauf zu konzentrieren, dass das Video auch sichtbar wird. Dabei sollten Sie das unbedingt tun, und zwar je schneller, desto besser. Laden Sie Ihr Video nicht nur auf Ihrer Website hoch, sondern auch überall sonst im Netz, wo Raum dafür ist: in sozialen Netzwerken, in Ihrem E-Mail-Verteiler, auf Werbeplattformen. Nutzen Sie Anzeigen auf Google und Co., um Ihr Video besser in den Suchmaschinenergebnissen zu platzieren. Arbeiten Sie an Ihrem SEO und feilen Sie auch an den Metatexten rund um Ihr Marketing-Video. Und nutzen Sie darüber hinaus auch Offline-Plattformen wie Messen und Branchenevents, wenn das in Ihrem Fall sinnvoll ist. Sprich: Verpassen Sie keine Gelegenheit, um Ihr Video in Szene zu setzen. Reagieren Sie auf Interaktionen, die Ihr Video hervorruft und zeigen Sie Ihren potenziellen Kunden, dass Sie auch über das Video hinaus für Sie da sind. Auch hier sollten Sie unbedingt strategisch vorgehen und nicht nur hie und da ab und zu Ihr Video posten, sondern gezielt und aufeinander aufbauend Ihre verschiedenen Plattformen bedienen. Der Funnel oder Verkaufstrichter spielt auch hier eine große Rolle. Überlegungen zum Funnel sollten Sie deshalb bei jedem Marketing-Schritt miteinbeziehen.

12. Eine Lösung, aber kein Problem

Wenn Sie Ihre potenziellen Kunden von Ihrem Produkt oder Ihrer Dienstleistung überzeugen wollen, müssen Sie Verlangen herstellen. Menschen kaufen aus zwei Gründen. 1. Sie möchten ein Problem lösen. 2. Sie möchten einen Wunschzustand erreichen. Das erste Argument ist deutlich stärker. Wenn Sie mit Ihrem Angebot ein Problem lösen können, ist die Kaufwahrscheinlichkeit deutlich höher. Es ist aber nicht selbstverständlich, dass ein potenzieller Kunde sein Problem überhaupt kennt. Sie müssen also das Problembewusstsein herstellen, das Problem ansprechen. Konzentrieren Sie sich dabei auf das wichtigste Problem, dass Ihr Produkt oder Ihre Dienstleistung löst. Das Problem gehört ganz an den Anfang das Video.

Starten Sie jetzt ohne Fehler im Video-Marketing durch!

Es stimmt: Im Video-Marketing gibt es viel zu beachten, wenn Sie wirklich Erfolg damit haben möchten. Aber dafür bekommen Sie dadurch ein mächtiges Marketing-Tool an die Hand, mit dem Sie nachhaltig Konversionen steigern können. Brauchen Sie Hilfe? Oder wünschen sich ein paar Extratipps von unserem Expertenteam? Dann kontaktieren Sie uns. Wie beraten Sie gerne zu Ihrer Video-Marketing-Strategie und wie Sie sie in sichtbare Erfolge verwandeln können!

   

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