Sie schreiben gerade eine englische Präsentation, eine Ausschreibung oder die Website für Ihre internationale Zielgruppe und fragen sich: Wie sagt man eigentlich Imagefilm auf Englisch? Eine 1:1-Übersetzung gibt es nicht. Wörtlich übersetzt klingt "image film" für Muttersprachler ungewohnt und wird kaum verstanden.
Die kurze Antwort: Meist passt Corporate Video. Geht es um die Marke und das Unternehmen als Ganzes, sagen Sie auch Brand Film oder Company Video. Für Werbespots nutzen Sie Promotional Video, für Videos mit Fokus auf Arbeitgeber Employer Branding Video. Wer "imagefilm englisch" sucht, braucht also vor allem die Begriffe, die in der jeweiligen Situation üblich sind.
In diesem Artikel zeigen wir Ihnen, welcher Begriff wann der richtige ist, wo die Unterschiede liegen und worauf Sie achten sollten, wenn Sie Ihren Unternehmensfilm auf Englisch produzieren. Wir bei der Erklärvideo Agentur setzen seit 2006 Videos für internationale Zielgruppen um, darunter für DAX-Konzerne. Diese Praxiserfahrung fließt in die Tipps ein.
Warum die richtige englische Bezeichnung wichtig ist
Ein Imagefilm ist im Deutschen ein Sammelbegriff für Filme, die ein Unternehmen vorstellen. Im Englischen gibt es dafür mehrere Begriffe, und jeder setzt einen anderen Akzent. Das wirkt wie Wortklauberei, hat aber praktische Folgen für Briefing, Budget und Reichweite.
Missverständnisse im Briefing vermeiden
Schreiben Sie einer britischen oder US-amerikanischen Produktionsfirma, Sie suchten einen "image film", folgen oft Rückfragen statt Angeboten. Manche Anbieter denken an einen Film über Fotos, andere an Reputationsmanagement. Das kostet Zeit, bevor das Projekt überhaupt beginnt.
Besser ist ein Begriff, den die Branche kennt. Wer "corporate video" schreibt, bekommt vergleichbare Angebote für einen Film, der das Unternehmen sachlich vorstellt. Wer "brand film" schreibt, erhält eher Konzepte mit Geschichte und Haltung. Der Begriff legt fest, welchen Film Ihr Gegenüber im Kopf hat.
Der englische Begriff entscheidet, welchen Film Ihr Gegenüber erwartet.
Auffindbarkeit im internationalen Netz
Auch bei der Suche zählt die Bezeichnung. Außerhalb des deutschsprachigen Raums tippt niemand "Imagefilm" in die Suchleiste. Internationale Einkäufer, Bewerber und Partner suchen nach "corporate video" oder "company video". Steht dieser Begriff nicht auf Ihrer Seite, finden sie Ihren Film schlicht nicht.

Prüfen Sie deshalb diese Stellen, bevor Sie den Film veröffentlichen:
- Videotitel auf YouTube und Vimeo, zum Beispiel "Corporate Video | Firmenname"
- Beschreibungstexte und Kapitelmarken des Videos
- Seitentitel und Überschriften der englischen Website
- Dateinamen und Alt-Texte von Vorschaubildern
- Untertitel in englischer Sprache, die zusätzlich Suchbegriffe liefern
Der erste Eindruck bei Kunden und Bewerbern
Ein falscher Begriff wirkt außerdem unprofessionell. Ein Unternehmensfilm soll Vertrauen aufbauen. Steht darunter "Our Imagefilm", merkt jeder Muttersprachler sofort, dass hier wörtlich übersetzt wurde. Bei einem Konzern mit internationalen Standorten fällt das schnell auf.
In der Praxis sehen wir das oft bei Ausschreibungen und Messeunterlagen. Der Film ist hochwertig produziert, aber die Überschrift verrät die Maschinenübersetzung. Ein kurzer Check durch Muttersprachler verhindert das, und er kostet kaum etwas. Welche Begriffe im Einzelnen passen, klären wir im Abschnitt zu Corporate Video, Brand Film und Promo Video.
Wie Sie einen Imagefilm auf Englisch produzieren
Wer einen Imagefilm auf Englisch umsetzen will, hat zwei Wege: Du denkst den Film von Anfang an englisch, oder du passt eine vorhandene deutsche Version an. Welcher Weg sinnvoll ist, hängt von Zielgruppe, Budget und Filmstil ab.
Das Skript neu schreiben statt übersetzen
Der wichtigste Schritt passiert vor dem Dreh: Lass das Skript von einem muttersprachlichen Texter schreiben. Deutsche Sätze sind länger, englische Texte kommen mit weniger Wörtern aus. Eine wörtliche Übersetzung sprengt deshalb oft die Laufzeit und klingt hölzern.
Ein guter englischer Unternehmensfilm wird geschrieben, nicht übersetzt.
Auch beim Sprecher zählt die Herkunft. Entscheide früh, ob dein Zielmarkt eher britisches oder amerikanisches Englisch erwartet. Ein muttersprachlicher Sprecher mit passendem Akzent wirkt glaubwürdiger als eine deutsche Stimme mit Akzent, besonders bei Kunden und Bewerbern im Ausland.
Drei Wege zur englischen Version
Nicht jeder Film muss neu entstehen. Die Tabelle zeigt, welche Variante zu welchem Material passt.

| Weg | Geeignet für | Aufwand |
|---|---|---|
| Englische Untertitel | Interviews, Live Action | gering |
| Neues englisches Voice-over | Animation, Motion Graphics | mittel |
| Komplette Neuproduktion | Marken-Film für einen Zielmarkt | hoch |
Bei Animationen lohnt sich die Planung für mehrere Sprachen besonders. Ton und Bild sind getrennt, ein zweites Voice-over ist damit vergleichsweise günstig. Plane aber im Design Platz ein, denn englische und deutsche Texte im Bild sind unterschiedlich lang. Wer "imagefilm englisch" bestellt, sollte das gleich im Briefing festhalten, damit die Fassungen später nicht neu gebaut werden müssen.
Corporate Video, Brand Film oder Promo Video: Welcher Begriff passt?
Die englischen Begriffe überlappen sich, sind aber nicht austauschbar. Entscheidend ist, was der Film beim Zuschauer auslösen soll. Davon hängt ab, wie du deinen Imagefilm auf Englisch nennst.
Die Begriffe im Überblick
Corporate Video ist der Standardbegriff und für die meisten deutschen Imagefilme die sicherste Übersetzung. Die Tabelle zeigt, wo die Unterschiede liegen und wann welcher Begriff üblich ist.
| Begriff | Fokus | Typischer Einsatz |
|---|---|---|
| Corporate Video | Unternehmen sachlich vorstellen | Website, Messe, Investorenpräsentation |
| Company Video | wie Corporate Video, lockerer im Ton | About-Seite, Social Media |
| Brand Film | Haltung, Werte, Geschichte | Markenkampagne, Festival, Launch |
| Promotional Video | Produkt oder Angebot bewerben | Ads, Produkteinführung |
| Employer Branding Video | Arbeitgebermarke, Kultur | Karriereseite, Recruiting |
| Explainer Video | Produkt oder Prozess erklären | Landingpage, Onboarding |
So wählst du den passenden Begriff
Im Zweifel nimm Corporate Video. Der Begriff ist international geläufig und sagt jedem Anbieter sofort, dass es um eine Unternehmensvorstellung geht. Auch "imagefilm englisch" lässt sich damit in fast jedem Kontext sauber auflösen.
Corporate Video ist die sichere Standardwahl, Brand Film braucht eine echte Geschichte.
Brand Film passt nur, wenn dein Film mehr Haltung als Information transportiert. Er erzählt, wofür das Unternehmen steht, und kommt oft mit weniger Fakten aus. Wer stattdessen Zahlen, Standorte und Leistungen zeigen will, liegt mit dem Begriff falsch.
Sobald das Ziel konkreter wird, wechselt auch die Bezeichnung. Soll der Film ein Produkt verkaufen, ist es ein Promotional Video. Geht es um Bewerber, sprichst du von einem Employer Branding Video. Und wenn ein komplexes Thema verständlich werden soll, ist ein Explainer Video meist die bessere Wahl als ein klassischer Imagefilm.
Englische Formulierungen und Beispielsätze für Ihren Alltag
Wer einen Imagefilm auf Englisch bestellt, braucht mehr als den richtigen Begriff. Im Alltag zählen ganze Sätze, die in Mails, auf Websites und im Projektgespräch natürlich klingen. Die folgenden Beispiele kannst du direkt übernehmen.
Anfrage an eine Produktionsfirma
Eine gute Anfrage nennt Zweck, Zielgruppe und Laufzeit. Dann weiß der Anbieter sofort, welchen Film du meinst, und du bekommst vergleichbare Angebote statt Rückfragen.
Wer Zweck, Zielgruppe und Länge nennt, bekommt Angebote statt Rückfragen.
Subject: Request for quotation: corporate video (90 seconds)
Hello [Name],
we are looking for a corporate video to introduce our company to international customers. The film should run for about 90 seconds, with a native English voice-over and subtitles. Could you send us a quote and your timeline?
Best regards
[Name]
Website, Messe und Social Media
Hier gilt: je kürzer, desto besser. Ein Satz über oder unter dem Video reicht meist, und er sollte eine konkrete Handlung nennen, etwa ansehen oder kennenlernen.
| Einsatz | Beispielformulierung |
|---|---|
| Startseite | Watch our company video |
| About-Seite | Get to know us in 90 seconds |
| Karriereseite | See what it’s like to work with us |
| Messe | See our corporate video and meet the team |
| Social Media | Meet the people behind [Firmenname] |
Feedback im Projekt
Auch im Feedback helfen feste Wendungen. Kurze, konkrete Bitten sparen Korrekturschleifen, und ein höflicher Ton gehört im englischen Geschäftsalltag selbstverständlich dazu.
- "Could we shorten the intro by five seconds?"
- "The tone feels a bit too formal for our audience."
- "Please keep the logo on screen a little longer."
- "Can we check the pronunciation of our product name?"
Typische Fehler bei englischen Imagefilmen vermeiden
Die meisten Probleme bei einem Imagefilm auf Englisch entstehen nicht im Schnitt, sondern davor. Vier Fehler sehen wir in Projekten immer wieder, und alle lassen sich mit wenig Aufwand vermeiden.

Sprachliche Stolperfallen im Text
Falsche Freunde sind der Klassiker. "Actual" heißt nicht aktuell, sondern tatsächlich, und "eventually" bedeutet schließlich, nicht eventuell. Solche Fehler rutschen durch, wenn nur Deutschsprachige gegenlesen. Lass den fertigen Text deshalb von einem Muttersprachler prüfen, bevor der Sprecher ins Studio geht. Der Check ist günstiger als jede Nachvertonung.
Genauso heikel ist alles, was im Bild steht. Eingeblendete Zahlen, Schilder, Software-Oberflächen und Grafiken bleiben oft deutsch, weil sie beim Skript vergessen wurden. Auch Formate unterscheiden sich: Aus 1.500 wird im Englischen 1,500. Prüfe jeden Text im Bild und jedes Zahlenformat, bevor die Animation startet.
Was im Bild steht, gehört zum Skript und muss mit übersetzt werden.
Planungsfehler im Ablauf
Viele Teams denken zu spät an die englische Fassung. Wer erst nach der deutschen Freigabe anfängt, baut Animationen neu und zahlt doppelt. Diese Punkte gehören von Anfang an ins Briefing:
- Zielmarkt: britisches oder amerikanisches Englisch
- Textlängen: im Design Platz für beide Sprachen einplanen
- Begriff: "corporate video" statt "image film" in Titel und Beschreibung
- Untertitel: viele Zuschauer sehen Videos in sozialen Netzwerken ohne Ton
Das Wichtigste auf einen Blick
Einen Imagefilm auf Englisch gibt es als wörtliche Übersetzung nicht. Im Zweifel nennst du ihn Corporate Video. Brand Film passt, wenn Haltung und Geschichte im Vordergrund stehen. Für Produktwerbung nimmst du Promotional Video, fürs Recruiting Employer Branding Video.
Entscheidend ist am Ende nicht nur der Begriff. Ein guter englischer Film braucht ein muttersprachlich geschriebenes Skript, eine frühe Planung der Sprachfassungen und einen kurzen Check durch Muttersprachler. So vermeidest du falsche Freunde, deutsche Texte im Bild und teure Nachbesserungen.
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