Du willst ein komplexes Produkt, einen Prozess oder eine Dienstleistung erklären, ohne dass Kunden oder Mitarbeiter nach dem dritten Satz aussteigen. Genau dafür gibt es das Erklärvideo: per Definition ein kurzes, meist 60 bis 120 Sekunden langes Video, das ein Thema so aufbereitet, dass es sofort verständlich wird. Egal ob auf der Website, in Social-Media-Ads oder im Onboarding, ein gutes Erklärvideo schafft in Sekunden, wofür Text oft Absätze braucht.
Wenn du wissen willst, wie man ein Erklärvideo macht, gibt es grundsätzlich zwei Wege: selbst Hand anlegen mit Software und Vorlagen, oder die Produktion an ein erfahrenes Team abgeben. Beides hat seinen Platz, je nachdem wie professionell das Ergebnis sein muss und wie komplex dein Thema ist. Ein animiertes Erklärvideo für ein einfaches App-Feature lässt sich oft in Eigenregie stemmen, ein Video für ein pharmazeutisches Verfahren oder eine technische Maschine braucht meist mehr Know-how.
In diesem Artikel zeigen wir dir, was ein Erklärvideo genau ausmacht, welche Stile es gibt und wie der Weg von der Idee bis zum fertigen Video aussieht. Wir gehen sowohl auf kostenlose Tools zum Erklärvideo selber machen ein als auch darauf, wann sich die Zusammenarbeit mit einer spezialisierten Agentur wirklich lohnt.
Warum Erklärvideos so wirkungsvoll sind
Warum Bewegtbild schneller ankommt als Text
Menschen verarbeiten Bilder und gesprochene Sprache gleichzeitig, aber getrennt im Gehirn. Genau das nutzt ein gutes Erklärvideo: Es kombiniert Ton, Bild und Bewegung so, dass dein Gehirn beide Kanäle parallel aufnimmt, statt sich durch einen Fließtext zu kämpfen. Psychologen nennen das duale Kodierung, und sie erklärt, warum sich Menschen an ein 90-Sekunden-Video oft besser erinnern als an eine ganze Produktseite. Reine Textinformation belastet das Arbeitsgedächtnis stärker, weil du erst lesen, dann übersetzen und danach verknüpfen musst. Ein animiertes Erklärvideo nimmt dir diesen Zwischenschritt ab, weil Sprecherstimme und Illustration im selben Moment ankommen.
Ein Erklärvideo funktioniert, weil es zwei Sinneskanäle gleichzeitig bedient, statt einen zu überlasten.
Messbare Effekte in Marketing und Vertrieb
Unternehmen setzen Erklärvideos nicht aus Selbstzweck ein, sondern weil die Vorteile animierter Erklärvideos handfeste Ergebnisse liefern. In unseren über 2000 abgeschlossenen Projekten sehen wir immer wieder dasselbe Muster: Landingpages mit einem Video zu Beginn halten Besucher länger, weil das Video die erste Erklärung übernimmt und den Rest der Seite verständlicher macht. Ein youtube erklärvideo, das gezielt ein wiederkehrendes Kundenproblem löst, arbeitet zudem dauerhaft im Hintergrund weiter, ganz ohne zusätzliches Werbebudget, weil es über die Suche und Empfehlungen immer neue Zuschauer findet.
| Einsatzbereich | Typischer Effekt |
|---|---|
| Landingpage / Website | Höhere Verweildauer, weniger Absprünge nach dem ersten Klick |
| Social-Media-Ads | Bessere Klickrate als reine Bild- oder Textanzeigen |
| Support-Center | Weniger wiederkehrende Anfragen zu denselben Themen |
| Onboarding | Schnellere Einarbeitung neuer Mitarbeiter |
| Recruiting | Höhere Bewerberqualität durch klare Erwartungshaltung |
Diese Tabelle zeigt keine Laborwerte, sondern das, was uns Kunden aus Automobil, Pharma und Finanzwesen regelmäßig zurückmelden. Der gemeinsame Nenner: Ein Video schafft Klarheit an genau der Stelle, an der Text zu viele Rückfragen offen lässt.
Vom Kundengespräch bis zur Personalabteilung
Videos wirken nicht nur nach außen. Gerade Unternehmen mit erklärungsbedürftigen Produkten setzen Erklärvideos längst in mehreren Abteilungen gleichzeitig ein, nicht nur im Marketing. Folgende Einsatzfelder haben sich in unserer Praxis als besonders wirkungsvoll erwiesen:
- Kundengewinnung: ein Video auf der Startseite oder in Ads erklärt in 90 Sekunden, was dein Produkt löst
- Onboarding und Schulung: neue Mitarbeiter lernen Prozesse per Erklärvideo für den E-Learning-Kurs schneller als aus einem PDF-Handbuch
- Kundenservice: wiederkehrende Supportfragen lassen sich mit einem einzigen gut gemachten Video dauerhaft reduzieren
- Recruiting: ein authentisches Recruiting-Video zeigt Arbeitgebermarke und Arbeitsalltag glaubwürdiger als jede Stellenanzeige
Letztlich zahlt jedes dieser Einsatzfelder auf dasselbe Ziel ein: weniger Erklärungsaufwand für dein Team und mehr Verständnis auf der anderen Seite. Videoformate haben sich deshalb vom reinen Marketinginstrument zu einem festen Bestandteil interner und externer Kommunikation entwickelt, und genau diese Vielseitigkeit macht sie für nahezu jede Branche relevant, von Maschinenbau bis Versicherung.
Wie du ein Erklärvideo erstellst: Schritt für Schritt
Wer zum ersten Mal ein Erklärvideo erstellen will, unterschätzt oft, wie viele Entscheidungen schon vor der ersten Animation fallen. Ein gutes Video entsteht nicht durch einfaches Draufloszeichnen, sondern durch eine klare Abfolge von Phasen, die aufeinander aufbauen. Wenn du diese Reihenfolge einhältst, ersparst du dir teure Korrekturschleifen später im Prozess.

Die sechs Phasen der Produktion
Unabhängig davon, ob du das Video selbst produzierst oder produzieren lässt, durchläuft praktisch jedes Projekt dieselben Etappen. Die Reihenfolge ist kein Zufall: Jede Phase liefert die Grundlage für die nächste, und wer eine Phase überspringt, muss später oft mehrere Schritte zurück.
- Strategie und Zielgruppe: Wer soll das Video sehen, und welche eine Botschaft soll hängen bleiben?
- Skript: Der Text steht fest, bevor auch nur ein Bild entsteht, denn Ton und Bild müssen später exakt zueinander passen.
- Storyboard und Illustration: Jede Szene wird skizziert, damit du Stil und Ablauf schon vor der Animation prüfen kannst.
- Vertonung und Aufnahme: Sprecherstimme, Musik und bei Live-Action-Anteilen auch Kameraaufnahmen entstehen.
- Animation und Produktion: Die eigentliche Bewegtbild-Umsetzung, oft der zeitintensivste Schritt.
- Distribution und Auswertung: Veröffentlichung auf Website, Social Media oder YouTube, begleitet von Erfolgsmessung.
Die Qualität eines Erklärvideos entscheidet sich am Skript, nicht an der Animation.
Warum das Skript über Erfolg oder Misserfolg entscheidet
Gerade wer sich fragt, wie macht man ein Erklärvideo, das wirklich funktioniert, sollte hier ansetzen: Ein Skript für 90 Sekunden hat vielleicht 150 bis 200 Wörter Platz. Jeder Satz muss also sitzen. Beim Schreiben eines Erklärvideo-Skripts, das konvertiert, arbeiten wir grundsätzlich mit einer klassischen Dramaturgie: Problem benennen, Lösung zeigen, Handlungsaufforderung setzen. Diese drei Elemente ziehen sich durch fast jedes wirksame animierte Erklärvideo, egal ob es ein Softwareprodukt, eine Versicherung oder eine Maschine erklärt.
Von der Skizze zum fertigen Video
Sobald das Skript steht, folgt das Storyboard für ein Erklärvideo, also eine Bild-für-Bild-Skizze jeder Szene. Diese Phase ist der Moment, an dem sich Fehleinschätzungen am günstigsten korrigieren lassen, noch bevor Illustratoren und Animatoren echte Arbeitszeit investieren. Anschließend kommt die eigentliche Animation dazu, meist der aufwendigste Teil, weil hier Bewegung, Timing und Sprecherstimme exakt aufeinander abgestimmt werden müssen. Am Ende steht die Distribution: Ein Video, das niemand sieht, hat keinen Wert, deshalb gehört die Platzierung auf Website, in Ads oder als youtube erklärvideo von Anfang an zur Planung, nicht als nachträglicher Gedanke.
Erklärvideo selbst erstellen oder erstellen lassen
Spätestens wenn das Budget feststeht, taucht die Frage auf: Erklärvideo selbst erstellen oder gleich Erklärvideo erstellen lassen? Eine pauschale Antwort gibt es nicht, denn die richtige Entscheidung hängt von drei Dingen ab: Wie komplex ist dein Thema, wie oft wirst du das Video einsetzen, und wie viel Zeit hast du selbst übrig. Ein einfaches Erklärstück für interne Zwecke verzeiht mehr Fehler als ein Video, das auf deiner Startseite tausende Besucher pro Monat empfängt.

Wann Erklärvideo selbst erstellen sinnvoll ist
Wer sein Erklärvideo selbst erstellen will, kommt heute mit Baukastensoftware erstaunlich weit, solange die Ansprüche moderat bleiben. Für interne Ankündigungen, kurze Prozesserklärungen oder erste Testläufe reicht ein selbstgebautes Video oft völlig aus. Typische Situationen, in denen sich das Erklärvideo selber machen lohnt:
- Interne Kommunikation ohne großes Publikum
- Schnelle Tests, bevor du in ein größeres Budget investierst
- Ein Team mit Zeit und Grundverständnis für Design und Storytelling
- Ein Thema, das sich in wenigen einfachen Bildern erklären lässt
Sobald jedoch Reichweite, Markenwirkung oder ein erklärungsbedürftiges Fachthema ins Spiel kommen, stößt die Eigenproduktion schnell an Grenzen.
Wann sich eine Agentur auszahlt
Genau hier setzen wir bei der Erklärvideo Agentur an: Seit unserer Gründung haben wir über 2000 Projekte für Unternehmen jeder Größe umgesetzt, darunter 13 DAX-Konzerne. Unser Team bringt spezialisierte Rollen mit, Strategen, Texter mit didaktischem Hintergrund, Designer, Kameraleute und Instructional Designer arbeiten zusammen, statt dass eine Person alles allein stemmt. Das zahlt sich vor allem bei komplexen, regulierten oder erklärungsbedürftigen Themen aus, etwa in Pharma, Maschinenbau oder Versicherungswesen, wo ein falsch gewähltes Bild schnell missverständlich wirkt.
Ein Erklärvideo, das niemand versteht, hat dieselbe Wirkung wie gar kein Video.
| Kriterium | Selbst erstellen | Agentur beauftragen |
|---|---|---|
| Zeitaufwand im Team | Hoch, oft mehrere Wochen nebenbei | Gering, klar terminierter Prozess |
| Fachliche Tiefe | Begrenzt auf eigenes Know-how | Strategie, Skript und Didaktik aus einer Hand |
| Geeignet für | Interne, einfache Themen | Kundengewinnung, Recruiting, komplexe Fachthemen |
| Produktionszeit | Variabel, oft unterschätzt | Typisch 4 bis 6 Wochen |
| Ergebnisqualität | Schwankt stark je nach Vorkenntnis | Konstant hohes Niveau |
Die Kostenfrage realistisch einordnen
Zusätzlich lohnt sich ein ehrlicher Blick auf die tatsächlichen Kosten der Eigenproduktion: Softwarelizenzen, Zeit deines Teams und mögliche Nachbesserungen summieren sich oft mehr, als der günstige Einstiegspreis vermuten lässt. Wer dagegen ein Erklärvideo erstellen lassen möchte, zahlt zwar mehr im Voraus, sollte die Kosten einer Erklärvideo-Produktion aber gegen ein Ergebnis rechnen, das von Anfang an auf Wirkung ausgelegt ist.
Kostenlose Tools und Software für dein Erklärvideo
Wer sein Erklärvideo kostenlos erstellen will, findet mittlerweile eine ganze Reihe brauchbarer Werkzeuge, die ohne Vorkenntnisse in Animation funktionieren. Diese Tools arbeiten fast alle nach demselben Prinzip: Du wählst eine Vorlage, ziehst Figuren, Text und Icons per Drag-and-Drop in die Szene und lässt die Software die Übergänge automatisch animieren. Für ein erstes internes Video oder einen schnellen Test reicht das oft aus, auch wenn dir professionelle Feinheiten wie individuelle Charakterdesigns oder maßgeschneiderte Sprecheraufnahmen fehlen werden.
Beliebte kostenlose Baukastenlösungen
Die meisten Anbieter von kostenloser Erklärfilm-Software setzen auf ein Freemium-Modell: Die Basisversion ist gratis, aber mit Wasserzeichen, begrenzter Videolänge oder eingeschränktem Export. Wer ernsthaft und wiederholt Videos produzieren will, kommt an einem kostenpflichtigen Plan meist nicht vorbei. Trotzdem lohnt sich der kostenlose Einstieg, um ein Gefühl für Storyboard, Timing und Sprechertext zu bekommen, bevor du in ein größeres Projekt investierst.
| Tool-Typ | Stärke | Typische Einschränkung im Gratis-Modus |
|---|---|---|
| Vorlagenbasierte Animationssoftware | Schneller Einstieg ohne Vorkenntnisse | Wasserzeichen, wenige Minuten Videolänge |
| Screencast-Recorder | Ideal für Software-Erklärungen | Kein Zugriff auf Illustrations-Bibliotheken |
| Präsentations-zu-Video-Konverter | Nutzt bereits vorhandene Folien | Begrenzte Animationsmöglichkeiten |
| Text-to-Speech-Generatoren | Ersetzt professionelle Sprecheraufnahme | Stimme klingt oft mechanisch |
Kostenlose Software eignet sich für den ersten Wurf, nicht für das Video, das dein Unternehmen nach außen vertritt.
Wo die Grenzen liegen
Gerade wer sich fragt, wie macht man ein Erklärvideo, das auch bei komplexeren Themen funktioniert, merkt schnell: Baukastensoftware stößt bei individuellen Illustrationen, exakter Markenanpassung und durchdachter Didaktik an ihre Grenzen. Vorgefertigte Charaktere und Icons wiederholen sich über tausende Videos im Netz, wodurch dein Video schnell austauschbar wirkt statt einzigartig. Bei Fachthemen aus Pharma, Maschinenbau oder Finanzwesen reicht eine generische Vorlage zudem selten aus, um komplizierte Zusammenhänge sauber zu visualisieren.
Für welche Projekte sich Gratis-Tools eignen
Zusammengefasst lohnt sich der kostenlose Weg vor allem für:
- Interne Testläufe, um ein Konzept vorab zu prüfen
- Sehr kurze, einfache Erklärungen ohne Anspruch an Markenwirkung
- Persönliche Projekte oder Vereine ohne Marketingbudget
- Ein erstes Skript-Timing, bevor du es an eine Agentur weitergibst
Albern wäre es, ein Recruiting-Video oder eine Kampagne mit Millionenreichweite in einem Gratis-Tool zu bauen. Sobald dein Video Kunden überzeugen, Bewerber gewinnen oder eine komplexe Maschine erklären soll, brauchst du mehr als eine Vorlage, nämlich ein Team, das Strategie, Skript und Animation aufeinander abstimmt.
Erklärvideo-Stile und Arten im Überblick
Bevor du überhaupt ein Skript schreibst, solltest du wissen, welcher Stil zu deinem Thema passt. Der Begriff Erklärvideo deckt eine ganze Bandbreite an Arten und Stilen von Erklärfilmen ab, und die Wahl entscheidet oft mehr über die Wirkung als der Text selbst. Ein technisches Bauteil wirkt in 3D plastischer, ein abstraktes Konzept wie eine Versicherungspolice dagegen oft klarer als reduzierte Flat-Design-Grafik. Wer ein animiertes Erklärvideo plant, sollte deshalb zuerst den Stil festlegen, bevor Illustration und Animation beginnen.

Die wichtigsten Stile im Vergleich
Jeder Stil hat seine eigene Wirkung, seinen eigenen Aufwand und seine eigene Zielgruppe. Die folgende Übersicht aus den 17 besten Video-Stilen zeigt, wofür sich welcher Ansatz besonders eignet:
| Stil | Typischer Einsatz | Besonderheit |
|---|---|---|
| 2D Flat Design | Software, Apps, Dienstleistungen | Klar, modern, schnell produziert |
| 3D-Animation | Maschinenbau, Produkte, technische Abläufe | Zeigt Bauteile und Prozesse realistisch |
| Whiteboard-Stil | Bildung, Vorträge, Erklärungen mit Schrittfolge | Wirkt persönlich, wie live gezeichnet |
| Motion Graphics | Zahlen, Statistiken, Markenkommunikation | Starke visuelle Wirkung ohne Charaktere |
| Isometrische Darstellung | Prozesse, Infrastruktur, Software-Architektur | Räumliche Übersicht auf einen Blick |
| Live-Action | Recruiting, Kundenreferenzen, Employer Branding | Echte Menschen schaffen Vertrauen |
| Screencast | Software-Tutorials, Onboarding | Zeigt die reale Benutzeroberfläche |
Der Stil eines Erklärvideos ist kein Design-Detail, sondern eine strategische Entscheidung.
Wie du den passenden Stil findest
Ausschlaggebend ist immer das Thema, nicht der persönliche Geschmack. Für ein Recruiting-Video wirken echte Mitarbeiter glaubwürdiger als gezeichnete Figuren, während ein 3D-Erklärvideo zu einer Maschine Details zeigt, die eine flache Illustration nie transportieren könnte. Zahlreiche Anbieter von Erklärvideo-Software bewerben zwar einen einzigen Stil als universell einsetzbar, in der Praxis brauchen unterschiedliche Branchen aber unterschiedliche Bildsprachen. Pharma- und Finanzthemen verlangen oft eine nüchterne, seriöse Optik, während Konsumgüter und Startups von verspielteren Illustrationen profitieren.
Mischformen und Kombinationen
Oft ist die beste Lösung eine Kombination mehrerer Stile innerhalb eines einzigen Videos. Wir setzen zum Beispiel häufig Live-Action-Aufnahmen für die Einleitung ein, gefolgt von 3D-Animation, um ein technisches Detail im Inneren eines Produkts zu zeigen. Solche Mischformen erfordern mehr Planung, weil Übergänge zwischen echten Aufnahmen und Animation sauber sitzen müssen, liefern dafür aber ein Video, das sich deutlich von der Masse generischer Vorlagen abhebt.
Typische Fehler beim Erklärvideo erstellen vermeiden
Selbst gute Ideen scheitern oft an denselben vermeidbaren Fehlern. Wer ein Erklärvideo erstellen will, tappt fast immer in einen der typischen Fehler in der Erklärvideo-Produktion, egal ob in Eigenregie oder mit externer Unterstützung. Die gute Nachricht: Wenn du diese Muster kennst, lassen sie sich mit wenig Aufwand vermeiden, bevor sie dich Zeit oder Budget kosten.
Zu viel Inhalt in zu wenig Zeit
Besonders häufig sehen wir Skripte, die versuchen, ein ganzes Unternehmen in 90 Sekunden zu erklären. Firmengeschichte, alle Produktfeatures und drei Kundenzitate passen einfach nicht in ein einziges Video, ohne dass Zuschauer aussteigen. Konzentriere dich stattdessen auf eine einzige Kernbotschaft pro Video und verteile weitere Themen auf separate Clips. Ein animiertes Erklärvideo wirkt immer dann am stärksten, wenn es genau ein Problem löst, statt fünf Themen oberflächlich zu streifen.
Ein Video, das alles erklären will, erklärt am Ende nichts richtig.
Häufige Stolperfallen im Überblick
Neben der inhaltlichen Überladung tauchen in der Praxis immer wieder dieselben Schwachstellen im Video-Marketing auf. Folgende Liste zeigt die Fehler, die uns über die Jahre in Kundenprojekten und bei der Bewertung von Eigenproduktionen am öfstesten begegnet sind:
- Sprecherstimme ohne Emotion: Ein monotoner Text lässt selbst gute Illustrationen langweilig wirken
- Fehlende Handlungsaufforderung: Zuschauer wissen am Ende nicht, was sie als Nächstes tun sollen
- Generische Stockmusik: Musik, die nicht zum Ton des Unternehmens passt, untergräbt die Wirkung des restlichen Videos
- Zu technische Sprache: Fachbegriffe, die nur Insider verstehen, verfehlen die eigentliche Zielgruppe
- Kein Storyboard vor der Animation: Fehler, die im Skizzenstadium wenig kosten, werden nach der Animation teuer
Wenn Qualität der Sprache und Umsetzung fehlt
Gerade bei der Suche nach erklärvideo erstellen kostenlos unterschätzen viele Unternehmen, wie stark sich mittelmäßige Umsetzung auf die Glaubwürdigkeit auswirkt. Ein Video mit sichtbaren Wasserzeichen, ruckeligen Übergängen oder einer künstlich klingenden Text-to-Speech-Stimme kann mehr Schaden anrichten als gar kein Video, weil es unbewusst Zweifel an der Professionalität deines gesamten Unternehmens weckt. Zusätzlich bemerken wir häufig, dass Unternehmen das Video isoliert produzieren, ohne vorher zu klären, wo es überhaupt eingesetzt wird. Ein Erklärvideo, das erst nach der Fertigstellung einen Platz auf der Website oder in Ads sucht, verpasst oft die Chance, von Anfang an auf die richtige Länge eines Erklärfilms, das passende Seitenverhältnis und die Zielplattform zugeschnitten zu sein. Deshalb gehört die Frage nach dem Einsatzort von der ersten Skriptzeile an mit an den Tisch, nicht erst am Ende der Produktion.
Wo und wie du dein Erklärvideo einsetzt
Ein fertiges Video bringt nichts, wenn es nur auf einer Festplatte liegt. Die Möglichkeiten, deinen Erklärfilm zu verwenden, entscheiden oft genauso stark über den Erfolg wie Skript und Animation zusammen, weil jede Plattform eigene Regeln für Länge, Format und Ansprache mitbringt. Wer sein erklärvideo erstellen lässt, sollte den Einsatzort deshalb von Anfang an mitdenken, statt ihn erst nach Fertigstellung zu klären.
Website und Landingpage als erster Kontaktpunkt
Auf der eigenen Website entfaltet ein Erklärvideo die größte Wirkung direkt über dem Falz, also im sichtbaren Bereich ohne Scrollen. Besucher entscheiden dort in wenigen Sekunden, ob sie bleiben, und ein Video übernimmt genau in diesem Moment die Erklärung, die ein Fließtext erst nach mehreren Absätzen liefern würde. Wichtig ist ein Player ohne aufdringlichen Werbeaufsatz und eine Ladezeit, die die Seite nicht ausbremst, denn ein langsames Video schadet der Conversion mehr, als es hilft.
Social Media, Ads und YouTube richtig zuschneiden
Jede Plattform verlangt ein eigenes Format, und wer ein Video einfach überall gleich hochlädt, verschenkt Reichweite. Wer ein YouTube-Erklärvideo erstellen lässt, darf ruhig etwas länger werden, weil Zuschauer dort aktiv nach Erklärungen suchen, während Social-Media-Ads in den ersten drei Sekunden überzeugen müssen, oft ganz ohne Ton.
| Plattform | Empfohlenes Seitenverhältnis | Typische Länge |
|---|---|---|
| Website / Landingpage | 16:9 | 60 bis 90 Sekunden |
| YouTube | 16:9 | 90 bis 180 Sekunden |
| Instagram / TikTok | 9:16 | 15 bis 45 Sekunden |
| LinkedIn Ads | 1:1 oder 16:9 | 30 bis 60 Sekunden |
Ein Video, das für die falsche Plattform geschnitten ist, verliert Zuschauer, bevor die Botschaft überhaupt ankommt.
Interne Kanäle: Onboarding, Vertrieb und Support
Nicht jedes Video muss nach außen wirken. Firmen setzen dieselben Produktionsprinzipien zunehmend auch intern ein, etwa im Intranet für neue Mitarbeiter oder als Anhang in Vertriebsunterlagen, die Außendienstmitarbeiter beim Kundengespräch zeigen. Support-Teams verlinken kurze Erklärvideos direkt in E-Mail-Antworten oder in der Wissensdatenbank, wodurch sich wiederkehrende Anfragen spürbar reduzieren, weil Kunden die Antwort selbst finden, bevor sie überhaupt ein Ticket eröffnen.
Erfolgsmessung nicht vergessen
Schließlich lohnt sich ein Blick auf die Zahlen nach der Veröffentlichung. Absprungrate, Wiedergabedauer und Klickrate auf den folgenden Call-to-Action verraten, ob dein Video tatsächlich hält, was das Skript versprochen hat, und liefern die Grundlage für die nächste Produktion.
Erklärvideos als Teil deiner Kommunikation
Ein Erklärvideo ersetzt keine Strategie, aber es macht jede Botschaft greifbarer, egal ob im Marketing, im Onboarding oder im Support. Ob du dein Erklärvideo selbst erstellen willst oder die Produktion in erfahrene Hände gibst, hängt am Ende von Thema, Reichweite und Anspruch ab. Für einen schnellen internen Test reicht oft ein kostenloses Tool, sobald aber Kunden, Bewerber oder komplexe Fachthemen im Spiel sind, zahlt sich ein eingespieltes Team aus.
Genau darauf sind wir spezialisiert: Seit über 15 Jahren begleiten wir Unternehmen jeder Größe von der ersten Idee bis zum fertigen Video, mit Strategie, Skript und Animation aus einer Hand. Wenn du wissen willst, wie dein Thema als Video am besten funktioniert, sprich mit uns. Fordere jetzt dein kostenloses Videokonzept an und finde heraus, welcher Stil und welche Länge zu deinem Vorhaben passen.

