Video erstellen lassen mit KI: 6 Optionen, auch kostenlos

Video erstellen lassen mit KI: 6 Optionen, auch kostenlos

Wenn du ein Video erstellen lassen willst, ohne Schnittkenntnisse, liefern KI-Generatoren in Minuten brauchbare Ergebnisse. Adobe Firefly und Canva AI erzeugen kurze Clips aus Prompt oder Bild. invideo AI baut ein ganzes Video aus einem Skript, HeyGen lässt einen Avatar sprechen, CapCut passt gut zu Social-Media-Material. Kostenlos geht das nur mit Limits. Für ein Video, das ein erklärungsbedürftiges Produkt exakt darstellt und zu deiner Marke passt, bleibt eine Agentur die bessere Wahl.

Das Problem: Fast jeder Anbieter wirbt mit „kostenlos" und „in Sekunden". Dass ein Clip nur acht Sekunden lang ist, ein Gratis-Kontingent täglich oder monatlich endet oder ein Partnermodell andere Nutzungsrechte hat, steht im Kleingedruckten. Du willst wissen, welche Option zu deinem Projekt passt, was sie wirklich kostet und wo KI an ihre Grenzen stößt.

Dieser Artikel stellt sechs Optionen vor, alle nach demselben Schema: Ablauf, Zielgruppe, Kosten und Grenzen. Danach folgen eine Vergleichstabelle und Hinweise zu Prompts und Rechten. Als Erklärvideo-Agentur mit über 2.000 Projekten sehen wir, wo KI genügt und wo nicht. Tarife und Kontingente ändern sich oft, prüfe sie deshalb vor dem Start auf der Anbieterseite.

1. Die Erklärvideo Agentur: Produktion mit Konzept

Eine Agentur ist die richtige Wahl, wenn das Video Umsatz, Schulung oder Recruiting tragen soll und inhaltliche Fehler teuer wären. Die Erklärvideo Agentur produziert seit 2008 maßgeschneiderte Videos und E-Learning, bisher über 2.000 Projekte.

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So funktioniert es

Du bekommst kein Tool, sondern ein Team aus Strategen, Textern, Designern und Sprechern. Am Anfang steht ein kostenloses Konzept. Üblich sind Videos von 60 bis 120 Sekunden in Stilen wie 3D, Whiteboard, Flat Design oder Motion Graphics. Der Weg dorthin:

  1. Strategie und Konzept
  2. Skript und Storyboard
  3. Sprecheraufnahme und Animation
  4. Auslieferung und Erfolgsmessung

Für wen es passt und was es kostet

Das passt zu Marketing-, HR- und Weiterbildungsteams, die komplexe Produkte oder Prozesse erklären müssen, etwa in Pharma, Maschinenbau oder Finanzwesen. Eine KI kennt dein Produkt nicht. Ein Team mit didaktischer Erfahrung prüft, ob jede Aussage stimmt und beim Zuschauer ankommt.

Eine Erklärfilm-Produktion kostet zwischen 2.000 und 15.000 Euro pro Minute, je nach Studio, Länge und Animationsstil. Ein 90-Sekunden-Video liegt rechnerisch bei 3.000 bis 22.500 Euro. Die Produktion dauert meist 4 bis 6 Wochen, eine Zufriedenheitsgarantie mit unbegrenzten Korrekturen ist inklusive. Kostenlos ist nur die Konzeptentwicklung.

Eine Agentur kostet Geld, ist aber die Option, bei der jemand für die inhaltliche Richtigkeit geradesteht.

2. Adobe Firefly: kostenlose Clips aus Prompt oder Bild

Adobe Firefly ist der beste Gratis-Einstieg, wenn du kurze, hochwertige Clips aus einem Text oder einem Foto erzeugen willst.

So funktioniert es

Du meldest dich mit einer Adobe ID an, wählst im Menü „Video" die Funktion „Video generieren" und suchst ein Modell aus. Zur Wahl stehen das Firefly-Videomodell und Partnermodelle wie Veo 3.1, Luma AI Ray3, Kling 3.0 oder Runway. Denselben Prompt kannst du in mehreren Modellen testen und die Ergebnisse direkt vergleichen.

  • Text zu Video oder Bild zu Video (JPG oder PNG, kleiner als 50 MB)
  • Prompt bis 1.024 Zeichen
  • Clips meist bis 8 Sekunden, je nach Modell bis 15 Sekunden
  • Download als MP4, bis 4K
  • Veo 3.1 erzeugt den Ton gleich mit

Für wen es passt und was es kostet

Firefly passt zu Kreativen und Social-Media-Teams, die Produktaufnahmen, B-Roll oder Konzeptclips brauchen. Mit dem integrierten Video-Editor schneidest du Clips zusammen und legst Voiceover, Musik oder Effekte darüber.

Die Nutzung ist mit einem täglichen Gratis-Kontingent möglich, das sich jeden Tag zurücksetzt. Es gilt für das Firefly-Modell und ausgewählte Partnermodelle. Reicht es nicht, brauchst du ein kostenpflichtiges Abo. Zur Grenze: Du bekommst Clips, kein durchkomponiertes Erklärvideo. Und nur das Firefly-Modell ist ausdrücklich für kommerzielle Nutzung ausgelegt, bei Partnermodellen können andere Bedingungen gelten.

Firefly liefert Clips, keine fertigen Videos: Den Erzählbogen baust du selbst.

3. Canva AI: Clips mit Ton direkt im Editor

Canva AI lohnt sich, wenn du Clips mit Dialog und Sound erzeugen und im selben Programm gestalten willst.

So funktioniert es

Du öffnest Canva, wählst „Canva AI" und dann „Videoclip" und schreibst deinen Prompt. Das Tool arbeitet laut Canva auf Basis von Googles Veo 3 und erzeugt Clips im Format 16:9 mit bis zu acht Sekunden Länge. Dialoge, Sound-Design und Musik sind dabei. Pro Prompt entsteht ein Video.

  • Clip in ein Design einfügen, kürzen und drehen
  • Sticker, Grafiken, Übergänge und Filter ergänzen
  • Als MP4 laden oder direkt teilen
  • Optional: Foto in einen sprechenden Avatar verwandeln, Ausgabe in über 40 Sprachen

Für wen es passt und was es kostet

Canva passt zu Teams, die ohnehin mit Canva arbeiten und Clips mit Vorlagen, Schriften und Markenfarben kombinieren wollen. Für Einsteiger ist die Oberfläche sehr gut zugänglich.

Gratis ist die Funktion nur eingeschränkt. Canva nennt eine monatlich begrenzte Zahl kostenloser KI-Videos für Konten mit Pro, Teams, Enterprise oder Nonprofit. Prüfe also, ob dein Konto dazugehört. Kommerziell darfst du die Clips unter den Nutzungsbedingungen verwenden, Exklusivrechte sind aber nicht garantiert. Du bist selbst dafür verantwortlich, dass Marken, Logos oder Kunstwerke im Clip keine Rechte verletzen.

Canva macht aus einem Clip schnell ein gestaltetes Video, aber nicht aus acht Sekunden eine Geschichte.

4. invideo AI: ganzes Video aus einem Skript

invideo AI ist die passende Wahl, wenn du kein einzelnes Clip-Fragment willst, sondern ein fertig geschnittenes Video aus einem Text.

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So funktioniert es

Du gibst einen Prompt oder ein Skript ein, das du dir im Tool auch schreiben lassen kannst. invideo erzeugt daraus ein komplettes Video mit Videoclips, Untertiteln und auf Wunsch Sprecherstimme. Die Bilder stammen teils aus KI-Generierung, teils aus Stock-Material.

  • Prompt oder Skript eingeben
  • Format (hochkant oder quer) und Länge festlegen
  • Ergebnis im Online-Editor nachbearbeiten
  • Exportieren

Für wen es passt und was es kostet

Das passt zu Selbstständigen und kleinen Teams, die regelmäßig Erklär-, Info- oder Social-Videos brauchen und nicht jedes Mal bei null anfangen wollen. Wer schon mit ChatGPT gearbeitet hat, findet sich schnell zurecht.

Es gibt einen begrenzten Gratis-Tarif. Bezahlpläne begannen zuletzt bei rund 25 Euro im Monat, die Unterschiede liegen vor allem bei Exportlimits und Stock-Anteil. Die Grenze liegt in der Individualität. Stock-Material wirkt schnell generisch, und spezielle Fachbegriffe oder Abläufe zeigt die KI nur so genau, wie dein Skript sie beschreibt.

invideo spart den Schnitt, aber die Qualität des Videos hängt an der Qualität deines Skripts.

5. HeyGen: Avatar als Sprecher vor der Kamera

HeyGen eignet sich, wenn ein Mensch im Bild sprechen soll, du aber weder Kamera noch Sprecher organisieren willst.

So funktioniert es

Du gibst Text, Bilder oder Audio ein, wählst einen Avatar und HeyGen erzeugt ein Video mit Sprechertext und Untertiteln. Du kannst einen fertigen Avatar nutzen oder dich selbst klonen. Viele Sprachen stehen zur Auswahl, ein Video lässt sich so mit wenig Aufwand für mehrere Märkte vertonen.

  • Avatar und Stimme auswählen
  • Skript eintippen oder Audio hochladen
  • Hintergrund und Untertitel einstellen
  • Video rendern und herunterladen

Für wen es passt und was es kostet

HeyGen passt zu Schulungen, Onboarding, Produkt-Updates und Ansprachen, bei denen ein Gesicht Vertrauen schafft. Auch mehrsprachige Inhalte lassen sich so effizient umsetzen.

Der Gratis-Tarif ist knapp, zuletzt waren es drei Videos pro Monat, bezahlte Pläne liegen im niedrigen zweistelligen Euro-Bereich pro Monat. Die Grenzen: Mimik und Gestik wirken teils unnatürlich, und das Rendern kann dauern. Klone nur dich selbst oder Personen, die ausdrücklich zugestimmt haben. Fremde Gesichter ohne Einwilligung zu verwenden, verletzt Persönlichkeitsrechte.

Ein Avatar ersetzt die Kamera, aber nicht das Vertrauen, das ein echter Mensch im Bild erzeugt.

6. CapCut: schnelle Kurzvideos für Social Media

CapCut ist die richtige Option, wenn du Kurzvideos für TikTok, Reels oder Shorts brauchst und KI-Generierung mit einem vollwertigen Editor kombinieren willst.

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So funktioniert es

CapCut bietet einen AI Video Generator mit Text-to-Video, Vorlagen und dem Modell Seedance. Du beschreibst deine Szene, wählst bei Bedarf eine Vorlage und bearbeitest das Ergebnis weiter. Der Vorteil ist, dass der Editor schon mitgeliefert wird.

  • Beschreibung oder Prompt eingeben
  • Vorlage und Format wählen
  • Clip im Editor kürzen, vertonen und mit Text versehen
  • Für die gewünschte Plattform exportieren

Für wen es passt und was es kostet

Das passt zu Creatorn und kleinen Marketingteams, die oft und schnell Social-Content produzieren. Wer mehr Kontrolle über Schnitt und Text will, als reine Generatoren bieten, ist hier gut aufgehoben.

Der Anbieter wirbt mit einer kostenlosen Testversion, kein dauerhaft freier Vollzugang. Prüfe vor dem Export, welche Funktionen nach der Testphase kostenpflichtig sind und ob Limits gelten. Auch hier gilt: Für fachlich genaue Erklärvideos ist ein Social-Template zu oberflächlich. Die KI erfindet Szenen, sie erklärt kein Produkt.

CapCut ist stark im Tempo, schwach in der inhaltlichen Tiefe.

Worauf es bei KI-Videos ankommt

Kostenlos bekommst du fast immer nur Kurzclips mit Limit, und für alles darüber hinaus brauchst du ein Abo oder eine Produktion. Gute Ergebnisse hängen weniger vom Tool ab als vom Prompt und von den Rechten.

Die sechs Optionen auf einen Blick

Die Tabelle fasst die zentralen Unterschiede zusammen. Die Gratis-Angaben beziehen sich auf die Anbieterangaben, prüfe sie vor der Nutzung.

Option Eingabe Ergebnis Kostenlos?
Die Erklärvideo Agentur Briefing 60 bis 120 Sekunden, individuell produziert nur Konzept
Adobe Firefly Text, Bild Clips bis 8 oder 15 Sekunden, MP4 bis 4K tägliches Kontingent
Canva AI Text Clip bis 8 Sekunden mit Ton begrenzt, für bestimmte Konten
invideo AI Prompt, Skript fertiges Video mit Untertiteln begrenzter Tarif
HeyGen Text, Bild, Audio Video mit Avatar-Sprecher wenige Videos pro Monat
CapCut Text, Vorlage Kurzvideo für Social Media Testversion

Prompts, Rechte und Grenzen

Je genauer dein Prompt, desto besser das Ergebnis. Beschreibe Motiv, Bewegung, Stil, Kamerawinkel, Licht und Ton. Diese Vorlage kannst du anpassen:

Zeitlupenaufnahme von Wellen, die bei Sonnenuntergang ans Ufer brechen, cineastischer Stil, Kamera tief über dem Wasser, warmes Licht, ruhiger Soundtrack

Bei den Nutzungsrechten lohnt der Blick in die Bedingungen. Nicht jedes Modell ist ausdrücklich für kommerzielle Nutzung ausgelegt, und Exklusivrechte an generierten Clips bekommst du nicht automatisch. Außerdem bleibt jede KI-Ausgabe eine Annäherung. Logos, Produktdetails und Fachbegriffe prüfst du selbst, bevor ein Video veröffentlicht wird.

Welche Option für dich passt

Für schnelle, kostenlose Clips ohne Vorwissen starte mit Adobe Firefly oder Canva AI. Brauchst du ein komplettes Video aus einem Skript, nimm invideo AI. Soll ein Sprecher im Bild sein, ist HeyGen die Wahl, für Social-Content CapCut. Alle diese Tools haben Gratis-Limits, kurze Clips und wenig Kontrolle über fachliche Details.

Sobald ein Video ein komplexes Produkt, eine Schulung oder dein Recruiting tragen soll, lohnt sich die Produktion durch Profis. Dann zählen Konzept, Skript und Genauigkeit mehr als Geschwindigkeit. Wenn du wissen willst, wie so ein Video für dein Thema aussehen könnte, kannst du ein kostenloses Videokonzept anfragen und danach in Ruhe entscheiden, ob KI oder Agentur zu deinem Projekt passt.

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