Storyboard: Leitfaden für Storyboarding

Lernen Sie in dieser Schritt-für-Schritt-Anleitung wie Sie erfolgreich ein Storyboard erstellen.

Ein Storyboard ist eine visuelle Darstellung des Ablaufs einer Geschichte, Szene für Szene. Es besteht aus einer chronologischen Reihe von Bildern mit begleitenden Notizen.

Ein Storyboard vermittelt die Vision eines Filmemachers. Es legt fest, wie das fertige Werk ablaufen soll – egal ob es sich um einen Spielfilm, einen Roman, eine Präsentation, einen Kurzfilm oder ein Marketingvideo handelt – und vereinfacht den gesamten kreativen Prozess. Beim Storyboarding geht es nicht nur darum, die wichtigsten Details Ihres Plots zusammenzufassen. Es ist ein Prozess, der Ihnen und Ihren Teammitgliedern den greifbaren, visuellen Fluss eines Projekts vermittelt, wenn es an der Zeit ist, zusammenzuarbeiten und wichtige kreative Entscheidungen in der Produktionsvorbereitung zu treffen. Die Erstellung eines Storyboards ist zwar zeitaufwändig, spart Ihnen aber langfristig Zeit (und Geld).

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Storyboard Beispiel – DHL Streetscooter

Wie man ein Storyboard in 4 Schritten erstellt

  1. Erstellen Sie eine Storyboard-Vorlage online mit einer Storyboard-Software. Sie können aber auch mit einem Blatt Papier beginnen.
  2. Zeichnen Sie Ihre Storyboard-Rahmen, aber halten Sie sie grob und einfach und lassen Sie komplizierte visuelle Details weg.
  3. Bearbeiten Sie Ihr Storyboard, um die wichtigsten visuellen Hinweise für Ihren Film herauszuarbeiten, z. B. die Tageszeit einer Szene, die Beleuchtung, die Komposition und die Überlagerung.
  4. Notieren Sie sich Kamerabewegungen für Aufnahmen wie Zooms, Schwenks, Neigungen, Dollies, Trucks und Podeste.

Lesen Sie weiter, um mehr über die einzelnen Schritte zu erfahren.

Schritt 1: Online vs. Papier

Es gibt zwei Möglichkeiten, ein Storyboard zu erstellen. Die erste ist, ein Blatt Papier oder eine Storyboard-Vorlage zu nehmen und mit dem Skizzieren zu beginnen. Die zweite ist, eine spezielle Storyboard-Software zu verwenden.

Beide Methoden haben ihre Berechtigung. Der Vorteil einer Papiervorlage ist, dass sie leicht zugänglich ist und keinen Computer erfordert. Der Nachteil ist, dass es schwierig ist, Überarbeitungen vorzunehmen. Das Verschieben von Frames ist nahezu unmöglich, ebenso wie jede Art von Zusammenarbeit oder Freigabe. Natürlich macht eine gute Online-Storyboard-Software den Prozess viel einfacher.

Schritt 2: Zeichnen Sie Ihre Storyboard-Rahmen

Kurz gesagt, machen Sie es grob. Das ist kein Kunstwerk.

Beim Skizzieren Ihrer Bilder – einem Prozess, der als „Scamping“ bekannt ist – verwandeln Sie ein Drehbuch von etwas Geschriebenem in etwas Visuelles. Hier ist kein Platz für ausgefallene Spezialeffekte oder einen hohen Grad an Detailgenauigkeit. Scamping ist grob, chaotisch und roh – ein Storyboard in seiner wesentlichen Form.

Scamping ist rau, chaotisch und roh – ein Storyboard in seiner wesentlichen Form.

Die Hauptfunktion eines gescannten Storyboards ist es, Ihnen zu helfen, den Sinn der Erzählung zu verstehen. Es hilft Ihnen, schnell auf Ideen zu kommen und Änderungen vorzunehmen, ohne dass Sie sich zu viele Gedanken über den visuellen Stil machen müssen. Sie müssen kein Storyboard-Künstler sein – Strichmännchen oder grobe Skizzen reichen völlig aus.

Der Scamping-Prozess ist ein mächtiges Denkwerkzeug. Hier sind ein paar Leitlinien, die Sie beachten sollten:

  • Wählen Sie Ihr Seitenverhältnis. Wofür soll Ihr Storyboard verwendet werden? Filme werden oft im Format 16:9 gedreht, während Videos in sozialen Medien oft quadratisch oder sogar 9:16 sind (z. B. Instagram Stories). Das Seitenverhältnis bestimmt, wie Sie Ihre Bilder einrahmen, also legen Sie es frühzeitig fest.
  • Bleiben Sie grob. Schufte sind per Definition grob. Sie sind für dich bestimmt, nicht für die Welt. Seien Sie nicht zu kostbar.
  • Halten Sie es in Bewegung. Fühlen sich Teile Ihres Drehbuchs langsam an? Gibt es Sprünge in der Zeit oder der Logik? Können einige Abschnitte ganz weggelassen werden? Lassen Sie diese Ideen wieder in Ihr Drehbuch einfließen.
  • Berücksichtigen Sie die Kontinuität. Wenn Ihre Figur in einer Szene durch einen schlammigen Fluss stapft, muss sie in der nächsten Szene eine schmutzige Hose tragen. Berücksichtigen Sie die chronologische Reihenfolge Ihres Textes.

Schritt 3: Bearbeiten Sie Ihr Storyboard

Jetzt, wo Sie Ihr Storyboard fertiggestellt haben, ist es der perfekte Zeitpunkt, um über subtilere visuelle Hinweise nachzudenken. Welche Stimmung soll Ihr Beitrag haben, und wie können Sie diese vermitteln? Rahmen, Farbe und Videoübergangseffekte sind allesamt großartige Möglichkeiten, um Emotionen zu verstärken, die im Drehbuch vielleicht nicht vorkommen. Hier sind ein paar Dinge, die Sie berücksichtigen sollten:

Wählen Sie eine Tageszeit

Wenn Sie eine Szene zu einer bestimmten Tageszeit spielen, wecken Sie bei Ihrem Publikum ein bestimmtes Gefühl. Der Morgen ist optimistischer, während der späte Abend Dringlichkeit oder Spannung suggerieren kann.

Machen Sie einen Silhouetten-Check

Die Silhouette einer Figur kann eine hilfreiche Methode sein, um zu sehen, ob Ihre Aufnahmen Sinn machen. Schauen Sie sich Ihre Szenen ohne detaillierte Linienführung an, und Sie werden schnell feststellen, ob Ihre Handlung verständlich ist oder nicht.

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Stellen Sie Ihre Figur nicht in den Schatten

Das Hinzufügen von Inszenierungselementen und Farben hilft, die gewünschte Stimmung zu vermitteln, sollte aber nicht von der Geschichte ablenken. Charakter ist König.

Für genügend Abwechslung sorgen

Variieren Sie die Aufnahmearten und Kamerawinkel. Zu viel vom Gleichen wird schnell langweilig und repetitiv. Das Bild auf der linken Seite zeigt eine Totale, das Bild auf der rechten Seite eine Nahaufnahme.

Denken Sie an die Schichtung

Unter Schichtung versteht man die Anordnung von Motiven in verschiedenen Ebenen eines Bildes. Sie helfen dabei, ein Gefühl für den Standort zu schaffen, und verleihen Ihren Bildern gleichzeitig ein Element der Tiefe. Bilder haben oft eine Vorder-, Mittel- und Hintergrundebene. Betrachten Sie dieses Beispiel:

  • Vordergrund (rot): Der Bereich, der dem Betrachter am nächsten ist.
  • Mittelgrund (gelb): Der Bereich in der Mitte eines Bildes. Er befindet sich zwischen dem Hintergrund und dem Vordergrund.
  • Hintergrund (blau): Der Bereich, der am weitesten vom Betrachter entfernt ist, hinter dem Vordergrund und dem Mittelgrund.

Schritt 4: Kamerabewegung hinzufügen

Die Einbindung verschiedener Kamerabewegungen in Ihre Aufnahmen ist eine gute Möglichkeit, Ihre fertige Produktion interessanter zu gestalten. Hier sind einige bekannte Kamerabewegungen, die Ihnen den Einstieg erleichtern:

  • Zoom: Erzeugt den Eindruck, dass man sich dem Motiv nähert oder sich von ihm entfernt.
  • Schwenken: Beim Schwenken wird die Kamera entlang einer zentralen Achse horizontal von einer Seite zur anderen bewegt.
  • Neigen: Die Kamera bleibt in einer stationären Position und konzentriert sich auf Aufwärts- und Abwärtsbewegungen.
  • Dolly: Eine auf einer Schiene montierte Kamera bewegt sich auf ein Motiv zu oder von ihm weg.
  • Lkw: Bewegt die gesamte Kamera horizontal entlang eines festen Pfades.
  • Sockel: Die Kamera steigt oder senkt sich im Verhältnis zu einem Motiv in der Aufnahme.

Wir von EVA möchten es Ihnen so einfach wie möglich machen, ein Storyboard zu erstellen und Ihr nächstes Projekt zu starten. Ganz gleich, ob Sie einen Spielfilm, einen Kurzfilm, einen TV-Pilotfilm oder einen Werbespot schreiben oder Regie führen, wir entwickeln Storyboarding-Tools mit Blick auf Ihre Benutzerfreundlichkeit. Sehen Sie, wie einfach es ist, anzufangen.

Ganz gleich, ob Sie gerade mit Ihrem ersten Storyboard beginnen oder ein erfahrener Profi sind, es gibt einige wichtige Storyboard-Begriffe, die Sie kennen müssen. Um Ihrem Vokabular neuen Schwung zu verleihen, haben wir eine umfangreiche Liste der häufigsten Storyboard-Begriffe zusammengestellt, auf die Sie wahrscheinlich stoßen werden.

  • Seitenverhältnis: Das Verhältnis zwischen der Breite und der Höhe eines Bildes. Im Wesentlichen definiert es die Form des Bildes. Das Seitenverhältnis wird als zwei Zahlen geschrieben, die durch einen Doppelpunkt (:) getrennt sind. Die erste Zahl steht für die Breite des Bildes, während die zweite Zahl die Höhe angibt.
  • Rahmen: Ein Storyboard ist in einzelne Frames unterteilt, die als quadratische oder rechteckige Kästen dargestellt werden. Jeder Rahmen stellt einen bestimmten Moment oder ein bestimmtes Ereignis in der Geschichte dar. Ihr Storyboard kann aus so vielen oder so wenigen Frames bestehen, wie Sie möchten – achten Sie nur darauf, dass Sie genügend Frames einfügen, um den Handlungsfluss in der Geschichte leicht verfolgen zu können.
  • Einstellung: Eine Einstellung ist eine Reihe von kontinuierlichen Aktionen und besteht in der Regel aus einer Abfolge von Einzelbildern (Frames), wobei die einfachste Möglichkeit der Beschriftung die numerische Reihenfolge ist (z. B. 1, 2, 3, 4). Beim Filmemachen ist es üblich, Aufnahmen in 10er-Schritten zu benennen (z. B. 010, 020, 030, 040).
  • Scamps: In der Anfangsphase sollte ein Storyboard aus groben Skizzen bestehen. Der Prozess der Erstellung dieser Skizzen wird als Scamping bezeichnet.
  • Drehbuch: Jedes gute Storyboard beginnt mit einem Drehbuch. Sie müssen sich auf einen Ausgangspunkt einigen, bevor Sie die Dinge visuell darstellen.
  • Shot-Liste: Eine Shot-Liste ist eine Checkliste, die jede einzelne Einstellung im Detail beschreibt. Sie beschreibt, was genau in der Szene passieren wird und was für das Gelingen der Szene erforderlich ist.
  • Voiceover: Ein Voiceover ist eine Person – nicht auf dem Bildschirm – die ein Skript vorliest. Er vermittelt die Erzählung für ein bewegtes Bild.
  • Dialog: Ein Dialog ist ein Gespräch, das zwischen zwei oder mehreren Figuren in einer Geschichte geführt wird. Er kann dazu beitragen, Informationen zu vermitteln und Charaktereigenschaften zu offenbaren, und wird oft verwendet, um dem Zuschauer zu helfen, die Handlung durch die Augen der Figur zu erleben. Der Dialog zeigt uns, was die Figur fühlt, anstatt es uns einfach nur zu erzählen.
  • Stilrahmen: Ein vollfarbiges Bild, das dazu beiträgt, das Gesamtbild eines Films oder einer Animation zu bestimmen. Häufig wird eine Vielzahl verschiedener Style Frames produziert.
  • Toneffekte: Künstliche Geräusche, die die Illusion der Realität in der Szene verstärken, z. B. Autohupen, Vogelgezwitscher oder andere subtile Geräusche im Hintergrund.
  • Zeichentrickfilm: Eine Reihe von Bildern, die nacheinander abgespielt werden, oft mit einem Soundtrack. Im Grunde genommen ist es ein animiertes Storyboard.

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