Eine gute Sprecherin für Imagefilm erkennst du an drei Dingen: Ihre Stimme passt zur Marke, sie liefert vorab eine Hörprobe mit deinem echten Text, und die Nutzungsrechte sind klar benannt. Wer den ganzen Film aus einer Hand will, bucht über eine Videoagentur. Wer nur die Stimme braucht und schnell entscheiden will, nutzt Online-Casting. Wer eine bestimmte Stimme im Ohr hat, bucht direkt im Studio. Wer ausschließlich Profis sucht, schaut in eine Verbandsdatenbank. Und wer Beratung braucht, geht zu einer Sprecheragentur.
Das Problem kennst du vermutlich: Imagefilme werden oft ohne Ton gedreht, und erst im Schnitt zeigt sich, wie viel die Stimme ausmacht. Sie entscheidet, ob dein Unternehmen kompetent, nahbar oder austauschbar klingt. Gleichzeitig gibt es tausende Sprecherinnen und Sprecher, und die Honorare hängen von Lizenzen ab, die kaum jemand vorab erklärt.
Dieser Artikel stellt fünf Buchungswege vor, jeweils mit Ablauf, Zielgruppe und Kosten. Wir sind selbst eine Videoagentur und führen unseren Weg deshalb zuerst auf. Für manche Projekte ist er aber nicht der richtige, und das sagen wir dir dort offen.
1. Videoagentur mit eigener Sprecherauswahl
Bei einer Agentur wie Die Erklärvideo Agentur ist die Stimme Teil der Produktion. Du bekommst Konzept, Skript, Bild und Ton aus einer Hand, und die Sprecherauswahl richtet sich nach dem fertigen Text und deiner Marke.

So läuft die Buchung ab
Bei uns arbeiten Strategen, Texter, Designer, Kameraleute und Sprecher in einem Team. Die Stimme wird also nicht am Ende dazugekauft, sondern von Anfang an mitgedacht. Eine Produktion dauert typischerweise vier bis sechs Wochen, auf Wunsch geht es schneller.
- Zuerst entsteht ein Konzept. Die Konzeptentwicklung ist bei uns kostenlos.
- Danach folgen Skript und Auswahl der Stimme passend zu Marke und Zielgruppe.
- Zum Schluss kommen Aufnahme, Schnitt und Korrekturrunden.
Wer Konzept, Bild und Stimme gemeinsam plant, vermeidet den klassischen Bruch zwischen Film und Sprechertext.
Für wen es passt und was es kostet
Dieser Weg passt, wenn der Film noch nicht existiert oder du ihn ohnehin neu produzieren willst. Das Sprecherhonorar steckt dann im Gesamtpreis der Produktion. Die Kosten eines Imagefilms hängen von Umfang und Stil ab. Dafür gilt bei uns eine Zufriedenheitsgarantie mit unbegrenzten Korrekturen.
Weniger sinnvoll ist das Modell, wenn dein Film bereits fertig geschnitten ist und nur noch eine Stimme fehlt. Dann sind die folgenden Wege schneller und günstiger.
2. Online-Casting-Plattform
Online-Casting ist der schnellste Weg zu mehreren Stimmproben. Du stellst ein Briefing ein, Sprecherinnen und Sprecher antworten mit Angeboten, oft mit einer Demo nach deinem Skript.

So läuft die Buchung ab
Du beschreibst dein Projekt in wenigen Minuten und bekommst danach Angebote. Gute Plattformen liefern Demos mit deinem Text, sodass du Stimme und Film direkt zusammen beurteilst. Je präziser dein Briefing, desto treffsicherer die Antworten.
- Geschlecht der Stimme und Stimmalter, etwa 30 bis 59 Jahre
- Stimmcharakter, zum Beispiel warm, sachlich oder souverän
- Haltung: erzählend statt marktschreierisch, denn Zuschauer nehmen Imagefilme eher wie eine Dokumentation wahr
- Länge, Einsatzort und gewünschte Lieferzeit
Eine Demo mit deinem eigenen Skript sagt mehr als zehn Hörproben fremder Projekte.
Für wen es passt und was es kostet
Das passt, wenn der Film fertig ist, die Zeit knapp wird und du mehrere Stimmen vergleichen willst. Als Richtschnur nennen Branchenquellen für einen zehnminütigen Imagefilm ohne Mediabudget 350 bis 500 Euro Honorar. Erfahrung und Bekanntheit der Stimme verschieben diese Spanne.
Vergleiche die Angebote nie nur nach Preis. Achte darauf, welche Nutzung das Honorar abdeckt und wann die Datei geliefert wird.
3. Direktbuchung bei einer Sprecherin mit Studio
Die Direktbuchung eignet sich, wenn du schon eine Stimme im Kopf hast. Viele Profis haben eine eigene Kabine und bieten Live-Regie per Videocall an, sodass du bei der Aufnahme dabei bist.
So läuft die Buchung ab
Du hörst dir die Hörproben auf der Website der Sprecherin an und schickst ihr Skript, Film und Einsatzzweck. Rechne beim Text mit 120 bis 150 Wörtern pro Minute. Ein dreiminütiger Imagefilm braucht also etwa 360 bis 450 Wörter. Bei der Live-Session kannst du Betonung und Tempo direkt steuern.
Wer eine konkrete Stimme will, spart sich beim Direktkontakt jede Vermittlungsstufe.
Für wen es passt und was es kostet
Das passt für Markenstimmen, die schon alle deine Produktionen sprechen, und für Firmen mit klarer Stimmvorstellung. Das Honorar hängt stark von der Lizenz ab, denn Sprecher ordnen jede Nutzung ein:
| Einsatz | Einstufung |
|---|---|
| Eigene Website, Messe, Präsentation | Imagefilm |
| Auffindbar auf YouTube, nicht vorgeschaltet | Imagefilm (Unpaid Media) |
| Pre-Roll, Social Ads, TV, Ladenfunk | Werbung (Paid Media) |
| Sehr reichweitenstarke eigene Kanäle | meist wie Werbung kalkuliert |
Sag deshalb vorab, wo der Film laufen soll. Eine nachträgliche Ausweitung auf bezahlte Werbung kostet extra.
4. Datenbank eines Sprecherverbands
Verbandsdatenbanken listen ausschließlich Profis und lassen sich nach Stimmalter, Stimmfarbe und Charakter filtern. Das spart dir die Qualitätsprüfung.

So läuft die Buchung ab
Der Verband Deutscher Sprecher:innen betreibt zum Beispiel eine solche Datenbank. Du filterst nach deinen Kriterien, hörst Proben an und nimmst direkt Kontakt auf. Oft lohnt ein Blick über das eigene Genre hinaus, denn passende Stimmen tauchen manchmal bei anderen Einträgen auf.
Eine Verbandsdatenbank beantwortet die Frage nach der Professionalität, bevor du überhaupt hörst.
Für wen es passt und was es kostet
Das passt, wenn du Wert auf geschulte Profis und faire Honorare legst. Das Honorar vereinbarst du direkt mit der Sprecherin. Verbände veröffentlichen Gagenempfehlungen, an denen du dich orientieren kannst, auch bei der Unterscheidung zwischen Imagefilm- und Werbelizenz.
Schwächer ist dieser Weg beim Tempo. Es gibt keine automatischen Demos, du musst jede Anfrage selbst steuern.
5. Sprecheragentur mit Beratung
Eine Sprecheragentur vermittelt aus einer großen Kartei und berät bei der Auswahl. Das lohnt sich bei größeren Projekten oder wenn mehrere Sprachen gebraucht werden.
So läuft die Buchung ab
Du schilderst Projekt, Zielgruppe und Einsatz, die Agentur schlägt passende Stimmen vor. Auf Wunsch übernimmt sie Studiotermin, Regie und Lizenzklärung. Wenn du dir bei der Stimme unsicher bist, hilft die Beratung, die Entscheidung abzusichern.
Wer wenig Zeit und viele Beteiligte hat, kauft mit der Agentur vor allem Entscheidungssicherheit.
Für wen es passt und was es kostet
Das passt für Konzerne, mehrsprachige Filmreihen und Projekte mit mehreren Freigaben. Rechne mit einem Aufschlag für Beratung und Abwicklung gegenüber der Direktbuchung. Lass dir das Angebot aufschlüsseln, getrennt nach Honorar, Lizenz und Service.
Bei einem einzelnen, klar umrissenen Film mit bekannter Wunschstimme ist der Aufschlag meist unnötig.
Welcher Weg passt zu dir?
Die richtige Wahl hängt davon ab, was schon existiert. Fehlt noch der ganze Film, ist die Agentur mit Sprecherauswahl der sinnvollste Weg. Ist der Film fertig und die Zeit knapp, hilft Online-Casting. Mit einer Wunschstimme buchst du direkt, mit dem Anspruch auf reine Profis suchst du im Verband, und bei großen Projekten sichert eine Sprecheragentur die Abwicklung ab.
Unabhängig vom Weg gilt: Hör die Probe mit deinem Text, kläre die Lizenz vor dem Honorar und sag offen, wo der Film laufen soll. Wenn du lieber mit einem Konzept starten willst, in dem Bild und Stimme zusammen geplant sind, fordere dein kostenloses Videokonzept an.

